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25.07.2014

11.000 Vollzeitkräfte fehlen in Bayerns Kitas: CSU-Regierung muss endlich aufwachen!

Familienpolitische Sprecherin Rauscher: Freistaat spart bisher an falscher Stelle - Konzept gegen Erziehermangel ist überfällig

Die familienpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion, Doris Rauscher, ist entsetzt über den durch die Bertelsmann-Stiftung heute bekannt gewordenen gravierenden Erziehermangel in Bayern und fordert die Staatsregierung eindringlich auf, endlich tätig zu werden. "Momentan fehlen gemäß der Studie 11.000 Erzieherinnen und Erzieher. Die bayerischen Kommunen suchen händeringend nach Fachkräften - und die bayerische Regierung schläft tief und fest!"

Wie der Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme bestätigt, sind Bremen und Baden-Württemberg Spitzenreiter in frühkindlicher Bildung. "Erzieherinnen und Erzieher in Bayern müssen sich im Schnitt um zwölf Kinder gleichzeitig kümmern", betont Rauscher. "So ist keine individuelle Förderung und Betreuung möglich - darunter leidet die Qualität immens!"

Die bayerische Staatsregierung sei jetzt in der Pflicht, nachzubessern und mehr Erzieher einzustellen - auch mit neuen Anreizen, um mehr junge Menschen für den Beruf zu begeistern, so die Kitaexpertin. Eine Möglichkeit sei neben einer besseren Bezahlung das von der SPD vorgeschlagene Modell der praxisnahen Ausbildung, das in Baden-Württemberg bereits erfolgreich praktiziert werde: Bei der praxisintegrierten Ausbildung (kurz PIA) handelt es sich um eine duale Ausbildung, in der die Azubis vom ersten Jahr an tageweise praktische Erfahrungen in der Kita sammeln und eine Vergütung erhalten. Bisher verbringen angehende Erzieher und Erzieherinnen nur das dritte und letzte Ausbildungsjahr an der Fachakademie in einer Kita.

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