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12.09.2014

Bayerns Sonder-G8: SPD kritisiert Spaenles Konzeptlosigkeit beim Gymnasium

Bildungspolitischer Sprecher Güll: Mit Wahlentscheidung für Verlängerung in Mittelstufe statt G9 stellt sich Bayern endgültig ins Bildungs-Abseits

Der bildungspolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Martin Güll kritisiert die Ankündigung des Kultusministers scharf, die Mittelstufe der Gymnasien gegebenenfalls von drei auf vier Jahre zu verlängern. "Das bedeutet, dass nur in Bayern Schüler nach der 11. Jahrgangsstufe die mittlere Reife bekommen und erst nach 14 Jahren an der FOS ihr Abitur machen können!", so Güll. "Wieder soll in Bayern ein Sonderweg eingeschlagen werden. Das ist unnötig und für die Mobilität in Deutschland mehr als kontraproduktiv."

Die Mehrheit der Eltern, in Deutschland wie in Bayern, spreche sich für ein neunjähriges Gymnasium aus, betont Güll. "Deshalb ist es unverständlich, dass sich die CSU beharrlich weigert, auf die Eltern und die Schulfamilie zu hören."

Der SPD-Bildungssprecher fordert Spaenle und die CSU auf, spätestens am 15. September ein klares Konzept vorzulegen, um die letzte Chance eines gemeinsamen Weges nicht zu verspielen. "An diesem Tag werden die bildungspolitischen Sprecher aller Fraktionen versuchen, mit dem Kultusminister einen Kompromiss zu finden - zum Wohl der Schülerinnen und Schüler, der Kommunen, der Lehrerinnen und Lehrer und der Eltern."

Der O-Ton von Martin Güll steht zum Download hier zur Verfügung.

Martin Güll

Vorsitzender des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag und bildungspolitischer Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion

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