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26.09.2014

SPD-Fraktion wirbt im Bundesjustizministerium für Wiederaufnahmeverfahren zum Oktoberfestattentat

Fraktionschef Rinderspacher: Anweisung an die Bundesanwaltschaft möglich

Die BayernSPD-Landtagsfraktion hat sich im Bundesjustizministerium für ein Wiederaufnahmeverfahren zum Oktoberfestattentat vor 34 Jahren stark gemacht. Fraktionschef Markus Rinderspacher sprach bei der Klausurtagung in Berlin mit Justizstaatssekretär Ulrich Kelber über den Fall.

Rinderspacher zeigt sich am Freitag, dem Jahrestag des Attentats, zuversichtlich, dass die Ermittlungen zu dem Terroranschlag mit 13 Toten erneut begonnen werden: „Das sind wir den Opfern und den Angehörigen einfach schuldig! Notfalls kann das Ministerium die Bundesanwaltschaft anweisen, den Fall wieder aufzurollen. Staatssekretär Kelber hat mir signalisiert, dass sein Haus die neuen Erkenntnisse eingehend prüfen werde.“

Unmittelbar nach dem Attentat war die Bundesanwaltschaft zu der Einschätzung gekommen, dass es sich damals um die Tat eines Einzelnen gehandelt habe. Daran gab und gibt es jedoch große Zweifel. Neue Indizien und Zeugenaussagen weisen darauf hin, dass mehrere Rechtsextreme darin verstrickt waren. Der Hauptattentäter war bei dem Bombenanschlag ums Leben gekommen.

Markus Rinderspacher

Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion

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