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26.11.2014

SPD will den Schülern am Gymnasium eine echte Wahl zwischen G8 und G9 geben

Bildungssprecher Martin Güll lehnt Beschränkung der G9-Schüler auf 25 Prozent eines Jahrgangs ab – Dringlichkeitsantrag morgen im Plenum

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Martin Güll, fordert die Staatsregierung auf, die letzte Woche beschlossene Beschränkung der Mittelstufe Plus auf maximal 25 Prozent eines Jahrgangs aufzuheben. „Ministerpräsident Seehofer hat eine echte Wahlmöglichkeit zwischen acht und neun Jahren Gymnasium versprochen. Was sein Kultusminister hier vorlegt, ist nicht einmal eine Sparversion, sondern eigentlich ein Beleg für das Scheitern der Gymnasialreform. Die Schüler und Schülerinnen haben keine echte Wahl, die Mittelstufe Plus wird ihren Bedürfnissen nicht gerecht“, erklärt der SPD-Bildungssprecher.

In einem Dringlichkeitsantrag, der morgen im Plenum diskutiert wird, fordert die SPD, den vorgesehenen Pilotschulen größtmögliche Gestaltungsfreiheit zu geben. Darüber hinaus muss aus der Sicht Gülls der Lehrplan der verlängerten Mittelstufe so gestaltet werden, dass nach der 10. Klasse die Mittlere Reife vergeben werden kann.

Die SPD befürchtet, dass die Beschränkung der G9-Schüler auf 25 Prozent eines Jahrgangs zu Ungerechtigkeiten und Willkür führt. Die Gründe für eine längere Schulzeit am Gymnasium können für die einzelnen Schüler ganz unterschiedlich sein: Entschleunigung des Lernens, mehr Möglichkeiten zur Vertiefung, mehr persönliche Freiräume. Es bestehen aber auch ganz praktische Gründe für die Wahl des G9, nämlich fehlende Busverbindungen nach dem Nachmittagsunterricht auf dem Land.

Martin Güll

Vorsitzender des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag und bildungspolitischer Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion

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