Pressemitteilungen

06.02.2015

Oktoberfestattentat: Wo ist die abgerissene Hand zu finden?

Rechtsextremismus-Experte Ritter stellt Anfrage an die Staatsregierung – Welche Behörde hat das wichtige Beweisstück?

Der SPD-Sprecher für Fragen des Rechtsextremismus, Florian Ritter, will im Zusammenhang mit dem Wiederaufnahmeverfahren zur Aufklärung des Oktoberfestattentats von 1980 den Verbleib eines verschollenen Beweisstücks klären. Am Tatort wurde das Fragment einer abgerissenen Hand gefunden, das nicht einem Opfer zugeordnet werden konnte. In seiner Anfrage an die Staatsregierung will Ritter wissen, an welche staatliche Stelle das Beweisstück seinerzeit nach erfolgter kriminologischer Untersuchung im Institut für Gerichtsmedizin zurückgegeben wurde. Ritter will auch erfahren, ob weitere Untersuchungen erfolgten.

„Das Handfragment ist von großer Bedeutung. Es könnte im Wiederaufnahmeverfahren eine wichtige Rolle spielen“, erklärt Ritter. Alle Beweisstücke sind an die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übermittelt und dort 2010 vernichtet worden. Nur das Handfragment kam offenbar nie in Karlsruhe an und könnte demnach noch existieren. „Wenn das Handfragment Bayern nicht verlassen hat, dann wundert es mich, dass sich noch keine Behörde gemeldet hat“, sagt Ritter.

Gemeldet hat sich aber eine Zeugin, eine Krankenschwester aus Hannover, die kurz nach dem Attentat in einer Klinik einen Patienten behandelte, dem eine Hand fehlte und der nach kurzer Behandlungszeit verschwunden war.

Florian Ritter

Sprecher für Datenschutz und für die Bekämpfung des Rechtsextremismus sowie Sprecher der Münchner SPD-Landtagsabgeordneten

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