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25.03.2015

SPD will Unterrichtsausfall eindämmen

Die Grippewelle brachte es an den Tag: Für Unterrichtsvertretungen fehlen die Lehrer - Dringlichkeitsantrag fordert intelligentes Konzept

Die SPD-Landtagsfraktion will die Unterrichtsversorgung an bayerischen Schulen krisenfest machen. In einem Dringlichkeitsantrag, der morgen dem Plenum des Bayerischen Landtags vorliegt, fordert die SPD die Staatsregierung auf, ein intelligentes Konzept gegen den massiven Unterrichtsausfall vorzulegen. "Wegen der Grippewelle war in den letzten Monaten an zahlreichen Schulen der Unterricht kaum aufrecht zu erhalten", stellt der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Martin Güll, fest.

In Bayern gibt es zwar die sogenannte mobile Reserve und die integrierte Lehrerreserve, die aber beide nicht ausreichen. "Wir wissen, dass die mobile Reserve oft bereits zu Beginn eines Schuljahrs verplant ist", erklärt Güll.

Der Bildungsexperte möchte längere Fehlzeiten von Lehrern ausgleichen, die zum Beispiel wegen Fortbildung, durch Elternzeit oder Krankheit entstehen. Weiter ist es für den früheren Schulleiter unerlässlich, dass auch die zusätzlichen Angebote an Schulen, die individuelle Förderung und der differenzierte Unterricht wie geplant durchgeführt werden und nicht wegen Lehrermangels ausfallen. "Es schadet der Qualität des Unterrichts und dem Ruf der Schule, wenn die Schüler und Schülerinnen allzu oft ohne Lehrer dasitzen", weiß Güll.

Martin Güll

Vorsitzender des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag und bildungspolitischer Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion

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