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27.08.2015

Rund 1,5 Millionen Bayern von Armut bedroht

SPD-Sozialpolitikerin Weikert: Wirtschaftswachstum allein bietet keinen Ausweg

Angesichts der heute veröffentlichten Armutszahlen des Statistischen Bundesamts zeigt sich die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angelika Weikert, alarmiert. 11,5 Prozent der Menschen im Freistaat sind von Armut bedroht. „Hinter dieser abstrakten Prozentzahl stehen insgesamt rund 1,5 Millionen Menschen in Bayern, die persönlich betroffen sind. Und viele davon sind Kinder.“

Weikert betonte: „Es gelingt der Staatsregierung seit Jahren nicht, diese Zahl signifikant zu verbessern - und das, obwohl Bayern wirtschaftlich im Aufwind ist. Das Rezept von Sozialministerin Müller, auf Wachstum und Beschäftigung zu setzen, geht leider genau an dieser Personengruppe spurlos vorbei. Ihre Politik verschärft eher Einkommensunterschiede im Land und bietet keine Perspektiven, aus der Armut herauszukommen.“

Die SPD-Sozialpolitikerin aus Nürnberg warnt: „Die, die arm sind, bleiben es ohne gezielte Hilfen leider auch dauerhaft. Wir brauchen direkte Unterstützung gerade für Alleinerziehende. Wir müssen den Kampf gegen Leih- und Zeitarbeit verschärfen. Für die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen muss dringend mehr Geld in die Hand genommen werden. Und wir benötigen im Freistaat flächendeckend Jugendberufsagenturen, die jungen Menschen zur Seite stehen und sie in eine Berufsausbildung begleiten.“

Angelika Weikert

Arbeitsmarktpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion

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