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01.09.2015

Rinderspacher kritisiert Herrmanns Wortwahl als „ungeheuerliche Entgleisung“

SPD-Fraktionschef: „Als Innenminister sollte er sich anders verhalten“

Nach der Verwendung der rassistischen Bezeichnung „Neger“ durch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann spricht SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher von einer "ungeheuerlichen Entgleisung" des CSU-Politikers:

„Herr Herrmann muss sich als Innenminister bewusst sein, dass die Bezeichnung ‚Neger‘ eine rassistische Provokation und Zeichen eines engstirnigen, fremdenfeindlichen Menschenbildes ist. Dafür sind schon Leute verurteilt worden. Wenn ein Innenminister den inneren Zusammenhalt unseres Landes durch rassistische Ausfälle beschädigt, trägt er zu einem enthemmten fremdenfeindlichen gesellschaftlichen Klima bei.

Statt die Warnungen seines Kollegen Bundesinnenminister de Maizière für eine besonnene Wortwahl in der Asyldebatte zu berücksichtigen, heizt Herr Herrmann mit Beleidigungen die politische Stimmung auf. Das ist verantwortungslos und seines Amtes nicht würdig. Sollte dem Minister die Tragweite seiner Wortwahl nicht bewusst gewesen sein, muss er sich den Vorwurf einer rückständigen Geisteshaltung aus Kolonialzeiten gefallen lassen. Das macht es nicht besser.“

Herrmanns Äußerung fiel am Montagabend in der ARD-Talksendung „Hart aber fair“. Er sagte dort wörtlich: "Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat."

Markus Rinderspacher

Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion

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