denk#ZEIT: Das Recht auf eigene Zeit. Ein Plädoyer. Mit Natascha Kohnen, MdL & Matthias Jena

17.03.2016, 20:00 – 21:30 Uhr | Bayerischer Landtag, Maximilianeum, München

Warum wird uns die Zeit immer knapper?
Weil sie in der gesellschaftlichen Betriebsgeschwindigkeit aufgefressen wird? Weil uns die Zeit gar nicht mehr gehört?

Fremdbestimmte Zeit? Das geht alle an: die Politik, die Zivilgesellschaft, die Kirchen, die Wirtschaft, die Arbeitnehmer.

Die Gewerkschaftsbewegung zum Beispiel hat ganz praktische Erfahrung mit Zeitpolitik. "Samstags gehört Vati mir", hieß ihr Erfolgsmotto für die Fünf-Tage-Woche. Das ist lange her. Aber schon damals ging es nicht allein um Arbeitszeitverkürzung, sondern auch um Lebensqualität für Familien.

Und heute geht's bei der Frage nach mehr Selbstbestimmung über die "eigene Zeit" ganz sicher nicht um weniger.

Das gilt erst recht mit Blick auf jüngste Herausforderungen: Digitalisierung, Arbeit 4.0, eskalierende Arbeitsverdichtung für Viele und Zeitarmut für Jene, die allzeit verfügbar sein wollen oder müssen.

Aber unsere Freiheit bedeutet mehr, als nur einer ökonomischen "Vernunft" zu genügen. Das Recht auf eigene Zeit ist kein Luxus, sondern ein kultureller und sozialer Wert in unserer Gesellschaft.

Matthias Jena ist Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Bayern und Mitglied der Evangelischen Landessynode. Er plädiert für das Recht auf eigene Zeit.

Moderation: Natascha Kohnen, MdL

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