Positionen

04.05.2017

Hohe Akzeptanz für die Realschule

Laut Bildungsbericht erhalten 50 Prozent der bayerischen Grundschüler von ihren Lehrkräften eine Empfehlung für das Gymnasium, aber nur 40 Prozent treten dann auch über. Viele Schülerinnen und Schüler ziehen die Realschule vor.

Aus diesen Befunden ergeben sich folgende Schlüsse:

  • Das Übertrittszeugnis hat für die Eltern keine bindende Kraft.

  • Die Eltern weichen dem Druck im G8 aus, indem sie ihre Kinder in Realschulen schicken.

*Die Akzeptanz der Realschule lässt sich zu einem Teil aus der Nicht-Akzeptanz des Gymnasiums herleiten.

Die Eltern sind klüger als die Staatsregierung. Sie lassen sich zu einem erheblichen Teil nicht durch die Schulartempfehlung beeindrucken, weil ihnen das Angebot G8 nicht geeignet erscheint. Die Unterschiede im Schulwahlverhalten der Eltern sind darüber hinaus regional höchst unterschiedlich. In Schwaben gibt es die größte Lücke zwischen Eignungsgutachten und Übertritt. Hier erhalten 49 Prozent der Kinder eine Gymnasialempfehlung, aber nur 35 Prozent treten tatsächlich über.