Die roten Radler

Rote Radler 2018

Der Fraktionsvorsitzender BayernSPD-Landtagsfraktion Markus Rinderspacher ist heuer wieder mit den Roten Radlern im Freistaat unterwegs. Vier Wochen lang führt ihn seine Strecke durch alle sieben Regierungsbezirke.

Fotos von der Tour finden Sie auf flickr.

erste Etappe: Montag, 30. Juli, Windischeschenbach in der Oberpfalz

Oberpfalz 307
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Gute Zeiten für Radsportfans. Direkt im Anschluss an die Tour de France startet heute das nächste einschlägige Saison-Highlight: die alljährliche Bayernrundfahrt „Rote Radler“. Top-Favorit und Seriensieger Markus Rinderspacher vom Team „BayernSPD Landtagsfraktion“ beginnt die Vorbereitung im „GEO-Zentrum an der kontinentalen Tiefbohrung und Umweltbildungsstation KTB“ in Windischeschenbach, einer spektakulären Forschungseinrichtung für Geologie, die einst mit 9.101 Meter die weltweit tiefste geologische Bohrstelle war. Der Aufstieg auf den 83 Meter hohen Bohrturm ist schweißtreibend, angesichts der heutigen Hitze würde ein Abstieg in neun Kilometer Tiefe aber noch besser zur Akklimatisierung für die anstehende Etappe beitragen, denn da ist es fast 300 Grad heiß, also in etwa so warm wie auf der Fahrradstrecke. Höhentrainingslager muss aber nun einmal sein. Auf etwaige Kopfsteinplasterwegstrecken bereitet uns der Erdbebensimulator vor. Als „erschütternd“ bezeichnet Rinderspacher die Erfahrung. Trotz aller wissenschaftlichen Akkuratesse: Das Ausmaß des zu erwartenden politischen Bebens zur Landtagswahl im Oktober vermag selbst das KTB nicht gerichtsfest vorherzusagen.

Rote Radler 1
Annette Karl und Markus Rinderspacher vor dem großen Beben. Noch lachen sie...
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Rote Radler 2
Markus Rinderspacher
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Angemessen vorbereitet und aufgewärmt erwartet das Peloton, dem u.a. die Landtagsabgeordnete Annette Karl sowie die Landtagsaspirantin Jutta Deiml angehören, sogleich die erste Bergwertung. Die zwölf Prozent Steigung des Neuhauser Berges verlangen den Teilnehmern einiges ab, dennoch erreichen wir geschlossen in respektabler Zeit die MicroSYST GmbH. Mehr als respektabel ist auch die Lebensleistung von Geschäftsführer Harald Kilian. Der Ingenieur, damals Mitarbeiter, übernahm 2007 kurzerhand die Firma, als diese zum Verkauf stand. Sein unternehmerischer Wagemut zahlte sich aus. Heute beschäftigt MicroSYST rund 60 Mitarbeiter, die Anzeigesysteme für Messen, Außenwerbung vor allem aber für die Autoindustrie herstellen. Alles in Handarbeit, die Endmontage erfolgt gänzlich in Windischeschenbach, weshalb Kilian nicht von einer „Produktionsstätte“, sondern lieber von „Manufaktur“ spricht. Als erfolgversprechendstes Zukunftsprodukt sieht er Verkehrsleitsysteme, die mit ziemlicher Sicherheit – genau wie heute – überwiegend von Mitarbeitern aus der Region entwickelt werden. Mit der Fachhochschule Weiden verbindet die Firma eine erfolgreiche Partnerschaft, wodurch einerseits junge Talente im Landkreis gehalten werden und dadurch zudem der Fachkräftemangel weniger stark zuschlägt als andernorts, auch wenn laut Kilian die Bewerbungen merklich zurückgehen.

Rote Radler 3
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Rote Radler 4
Annette Karl lässt sich von Geschäftsführer Harald Kilian die Fertigug erklären.
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Auch wir gehen zurück. Zu den Fahrrädern. Um die nächste Station anzusteuern: den teichwirtschaftlichen Beispielbetrieb Wöllershof Teiche. Besonderer Schwerpunkt hier ist die Aufzucht und die Vermehrung von Stören. Die Teichwirtschaft ist ein einzigartiger Schatz bayerischer Kulturlandschaft. Sie blickt in der Oberpfalz auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück - das älteste Fischzuchtgebiet Europas. Auf etwa 10.000 Hektar findet man hier rund 14.000 Fischteiche.

Rote Radler 5
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Fischereifachberater Dr. Thomas Ring und Teichmeister Hans Bergler unterrichten uns über die Herausforderungen der Fischzucht, von denen der Fischotter mit die größte darstellt. Ohne natürliche Feinde wähnt sich das putzige Tier inmitten der Teichlandschaft im Paradies mit allzeit gedecktem Tisch. Bei einem einzigen Raubzug vermag der Otter bis zu 100 (!) Kilogramm Fisch zu vernichten, nicht alleine zur Sättigung, sondern vor allem aus Jagdlust. Präventionsmaßnahmen wie etwa elektrische Zäune sind bei Teichgrößen von durchschnittlich einem Hektar nicht praktikabel, der Fang ist verboten. „Wir wollen den nicht weghaben“, beteuern Ring und Bergler unisono, „natürlich hat der Otter seine Lebensberechtigung genau wie wir Menschen.“ Für viele Teichbetreiber seien die Otter aber existenzbedrohend oder gar –vernichtend und ist ein Teich erst einmal aufgegeben, trocknet er aus, es macht sich Wildwuchs breit und die gewohnte Kulturlandschaft verschwindet. Ein kaum zu lösendes Dilemma zwischen berechtigtem Artenschutz und wirtschaftlicher Notwendigkeit.

Rote Radler 6
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Auch macht sich der Klimawandel bemerkbar, nämlich dergestalt, dass sich die Laichperioden zunehmend verschieben. Auch wir würden angesichts der brütenden Hitze die Räder lieber schieben, noch lieber aber den Fischen Gesellschaft leisten, die sich im Falle des imposanten Störs bis zu 130 (!) Jahre im kühlen Nass aufhalten können.

Rote Radler 7
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Mit dem kühlen Nass wurde es für uns nichts, dafür aber wenigstens mit einer kühlen Mass. Zum Tagesausklang besuchen wir den Stammtisch der SPD Hof, der Jusos Hof Stadt und des Landtagskollegen Klaus Adelt auf dem Volksfest Hof. Dem allerorts zu lesenden Ratschlag, man müsse bei dieser Hitze viel trinken, folgen wir angesichts der anstehenden Strapazen der kommenden Etappen nicht, nutzen die Gelegenheit aber, um die Kohlenhydratspeicher durch den Genuss von gebrannten Mandeln und weiteren Leckereien wieder aufzufüllen.

Rote Radler 8
Klaus Adelt (links) und Markus Rinderspacher
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Rote Radler 9
Markus Rinderspacher und Klaus Adelt im praktischen Hosentaschenformat zum mitnehmen
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Einen Fernsehbeitrag über die erste Etappe der „Rote Radler“-Tour gibt es bei Oberfranken TV zu sehen.

Weitere Fotos von der Tour finden Sie auf flickr.

Zweite Etappe: 30. Juli, Amberg.

Amberg
Amberg
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Landtagskandidat Uwe Bergmann und Bezirkstagskandidat Richard Gaßner empfangen uns frühmorgens zum Start durch den Landkreis Amberg-Sulzbach. Zu Beginn steht allerdings erst einmal Durchschnaufen auf dem Programm. Im Luftmuseum Amberg. Auf 650 Quadratmeter Ausstellungsfläche präsentiert die Einrichtung sehenswerte Installationen rund um das Thema Luft. Mal skurril (Knutschfleckvakuumpumpe), mal hintersinnig (Rücken- und Gegenwindgenerator), mal technisch beeindruckend (Exponate der ortsansässigen Unternehmen Kaeser, Siemens, Herding, Grammer, Lüdeke). Kunst zum Anfassen und Staunen, auch wenn man den Hauptdarsteller, Luft eben, ja gar nicht sieht. Wir nehmen tolle Eindrücke mit und hoffen, dass uns im Tagesverlauf nicht die Puste ausgeht. Sonst müssen wir wieder retour um Luft zu tanken.

Rote Radler 10
Uwe Bergmann (links) und Markus Rinderspacher
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Der nächste Stop ist beim Berg- und Industriemuseum, das im sagenhaften Schloss Theuern aus dem Jahre 1781 untergebracht ist. Bzw. sein wird, denn noch wird an den drei Gebäuden fleißig gearbeitet. Dennoch verzeichnet das Museum bereits rund 20.000 Besucher pro Jahr, die sich Sonderausstellungen ansehen, Konzerte besuchen oder auf Hochzeiten tanzen, für die der prächtige Ballsaal ein überaus angemessenes Ambiente darstellt. Museumsdirektor Michael Ritz hebt hervor, dass das Museum neben der historischen Darstellung des „Ruhrgebiets des Mittelalters“ auch die Gegenwart und Zukunft im Blick hat. So enstanden in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule bereits fünf Bachelorarbeiten, ein von Studierenden entwickelter Elektro-Rennwagen ziert die Eingangshalle. „Ich hoffe, dass sich junge Menschen von der Historie und den aktuellen industriellen Leistungen der Region begeistern lassen und dann den Wunsch verspüren, die Tradition fortzuführen“, so Ritz.

Rote Radler 11
Michael Ritz (links) und Markus Rinderspacher
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Nach etlichen Kilometern Radstrecke sind wir dann weit entfernt von jeglicher Industrie. Wir sind mitten in der Natur, namentlich in der Umweltstation des Klosters Ensdorf. Trotz der Abgeschiedenheit dröhnt ein beständiges Brummen und Summen. Wir befinden uns nämlich inmitten zahlreicher Bienenvölker des Imkervereins. Gestochen werden wir nicht, denn „wie man die Biene behandelt, so behandelt sie den Menschen“, wird uns beigebracht. Für ruckartige Bewegungen sind wir ohnehin viel zu erschöpft, es droht also keinerlei Gefahr. Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier in Deutschland, die landwirtschaftliche Nutzleistung beträgt sagenhafte 4.000 Euro pro Volk pro Jahr. Das „erwirtschaftet“ die Biene nicht „nur“ durch ihren Honig, sondern vor allem durch ihre Bestäubungsleistung. Im Klartext: Ein Apfelbaum, der dank Bienenbestäubung 100 Früchte trägt, brächte es ohne Bienen auf gerade einmal 35. Bei Birnen würde die Ernte ohne Bienen noch magerer aussehen: anstatt 100 lediglich zehn Stück.

Was wir von den Experten mitnehmen: Wichtiger als finanzielle Subventionen wäre ein Systemwechsel in der Landwirtschaft, aber auch ein Umdenken bei den Verbrauchern. Weniger Pestizide, mehr Flächen, auf denen die Natur sich selbst überlassen bleibt auf der einen Seite. Eine Abkehr von der „Geiz ist geil“-Mentalität bei Lebensmitteln auf Seiten der Konsumenten.

Vorbildlich umgesetzt werden beide Forderungen von der Umweltstation des Klosters, wie die Leiterin Melanie Hahn darstellt. Sie betreibt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Für Erwachsene, besonders aber für Jugendliche, die mit ihren Klassen mehrere Tage im Kloster verbringen und dabei Ökoerlebnistage, die Tümpelanlage, den Barfußpfad, Kräuterkunde oder eben die „Bienen Wellnes-Area“ erleben können. Das Essen stammt überwiegend aus der Region, die Heizungsanlage arbeitet klimaneutral. Beeindruckend und nachahmenswert!

Von den regionalen Spezialitäten dürfen wir uns dann auch selbst überzeugen, während Direktor Christian Liebenstein und Pater Hermann Sturm uns die Geschichte des Klosters nahebringen. Vor allem die barocke Pfarrkirche St. Jakobus weckt unser Interesse, waren wir hier doch bereits 2015 im Rahmen unserer „Denkmal-Tour“ zu Gast, um uns die Restaurierungsarbeiten an diesem „Gesellenstück“ von Cosmas Damian Asam anzusehen. Das Ergebnis ist überwältigend. Hier war jemand offensichtlich ebenso fleißig wie die benachbarten Bienen, denn das Gotteshaus erstrahlt in sagenhaftem Glanz, ganz anders als bei unserem letzten Besuch:

Youtube-Startbild Ensdorf
Video von der Restaurierung der Pfarrkirche St. Jakobus

Rote Radler 12
Himmel hilf und lass es regnen! Pfarrer Hermann Sturm (rechts) und Markus Rinderspacher
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Rote Radler 13
Doch kein Regen. Dafür Fresken von Cosmas Damian Asam
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Beim letzten Stop des Tages, beim Schwimmbad Rieden, geht es um den gewaltigen Sanierungsbedarf der Familien- und Freizeitanlage. Als wir ankommen, ist das Schwimmbad proppevoll. Kein Wunder bei der Hitze. Während ein Teil von uns am liebsten reinspringen würde, sind die anderen dermaßen dehydriert, dass sie drauf und dran sind, die Becken auszutrinken. Wenn aber nicht bald Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden, ist das Freibad demnächst womöglich tatsächlich leer. Weil geschlossen. Ein Szenario, wie es vielen kommunalen Bädern droht. 61 von 91 oberpfälzischen Schwimmbäder sind sanierungsbedürftig, in ganz Bayern jedes zweite. Eine dringend benötigte Förderung vom Freistaat, die wir seit Jahren vehement fordern, gibt es nicht.

Rote Radler 14
v.l.n.r.: Richard Gaßner, Markus Rinderspacher, Uwe Bergmann
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Weitere Fotos von der Tour finden Sie auf flickr.

dritte Etappe, 1. August, Landshut

Landshut Rote Radler 2018
Landshut Rote Radler 2018
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Was gibt es Gemütlicheres als die gute Stube des Bayerischen Trachtenverbandes, um sich zusammenzusetzen?

Trachtler

Auf ihrer Tour durch die Region Landshut machen die Roten Radler um Fraktionschef Markus Rinderspacher Station in Holzhausen, im dortigen Trachtenkulturzentrum. Zusammen mit der örtlichen Abgeordneten Ruth Müller geht es im Gespräch mit der Vorstandschaft des Trachtenverbandes um Themen wie den Schutz von Sonn- und Feiertagen, die Unterstützung von ehrenamtlich Engagierten sowie den Erhalt bayerischer Feste und des Brauchtums.

Trachtler 2

Das Trachtenkulturzentrum dient den über 265.000 Mitgliedern des Verbands als Tagungsstätte für Weiterbildungen und Seminare. Die Räume sind stilecht eingerichtet nach den unterschiedlichen bayerischen Regionen - inklusive Details wie diesem handgeschnitzten Schuhlöffel, den Ruth Müller gerade bewundert.

Trachtler 3

Inhaltlich werden große politische Übereinstimmungen zwischen der SPD und den Trachtlern um ihren Vorsitzenden Max Bertl deutlich. Ob es die Forderung nach einem Bildungsfreistellungsgesetz für Arbeitnehmer geht, ob um ein Ehrenamtsgesetz für Bayern oder auch den Erhalt des freien Sonntags, liegen Trachtler und Sozialdemokraten auf einer Linie. Ruth Müller sagt hoch erfreut: „Schön, dass wir Sie an unserer Seite wissen.“ Und Markus Rinderspacher versichert: „Wenn es um den Erhalt des Ladenschlusses geht, sind wir die konservativste Partei in Bayern!“

Nächste Station ist die Stadt Landshut. Nach einem kühlen Getränk am Marktplatz ...

Landshut 2

... und einem spontanen Gespräch mit Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) ...

Landshut

... tritt die Truppe entlang der Isar kräftig in die Pedale. Nächstes Ziel: Der Selbstvermarkter-Hof der Familie Heckinger in Essenbach.

Isar

Der Empfang mit eisgekühlter Apfelschorle und einem schattigen Plätzchen im Obstgarten ist genau das Richtige für die schwitzenden Radler.

Hof

Nach einem Austausch über die aktuellen Herausforderungen für Landwirte steht die heutige Schlussetappe an.

Feld

37 Grad im Schatten - aber leider kein Schatten weit und breit. Da hilft nur flottes Tempo, damit wenigstens der Fahrtwind ein wenig kühlt. Ab der Grenze zum Landkreis Dingolfing-Landau bekommen die Roten Radler Verstärkung: Landrat Heinrich Trapp wartet schon und schwingt sich auf sein Dienst-E-Bike. Gemeinsam geht es weiter nach Rimbach, zum dortigen Zentrum der niederbayerischen Kaminkehrerinnung.

Heiner Trapp

Obermeister Holger Frischhut berichtet von den Schwierigkeiten der Zunft, Nachwuchs zu gewinnen. Die Konkurrenz durch Industriebetriebe wie BMW sei enorm. Deshalb haben sich alle niederbayerischen Kaminkehrer zusammengetan und finanzieren gemeinsam aus einer Kasse die Ausbildung von Lehrlingen, damit die einzelnen Ausbildungsbetriebe nicht überfordert werden. Und die Lehrlinge selbst erhalten großzügige Bedingungen. Sämtliche Fahrtkosten, die notwendigen Übernachtungen an der Berufsschule, Kleidung, ja so gar ein Tablet-Computer für jeden werden von der Innung übernommen.

Kaminkehrer

Markus Rinderspacher lobt dieses bundesweit einzigartige Engagement der niederbayerischen Kaminkehrer: „Wir von der SPD machen uns schon lange für solche Ausbildungsumlagen stark, damit Betriebe, die sich dazu bereit erklären, keine Kostennachteile haben. Das traditionsreiche Kaminkehrerhandwerk liegt hier ganz vorne, was die Zukunftsfähigkeit betrifft.“

Glück

Holger Frischhut bedankt sich mit der zweiten Kernkompetenz des Kaminkehrerhandwerks, dem Glück.

Ein Video dieser Etappe findet sich auf der Facebook-Seite unserer Abgeordneten Ruth Müller

vierte Etappe: 2. August, Deggendorf

Deggendorf Rote Radler 2018
Deggendorf Rote Radler 2018
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Ab in den Bayerischen Wald! Die erste echte Bergetappe erwartet die Roten Radler im Kreis Deggendorf. Von Schaufling führt der Weg nach einem Gespräch mit Bürgermeister Robert Bauer ...

Schaufling

... durch idyllische Landschaften ...

Landschaft

... nach Lalling, wo sich der Landtagsfraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher zusammen mit seinem künftigen Landtagskollegen Dr. Bernd Vilsmeier mit zahlreichen SPD-Bürgermeistern aus der Gegend über die Herausforderungen für die Komunalpolitik unterhalten.

Feng Shui

Ein Thema beherrscht das Treffen im Feng Shui Park zu Lalling: Die Finanznot der Kommunen und damit verbunden die überbordende Bürokratie bei der Beantragung von staatlichen Fördergeldern. Bei Markus Rinderspacher stoßen die örtlichen Berantwortlichen auf offene Ohren: „Ich bin sehr dafür, dass mehr vor Ort entschieden wird. Warum sollte ein Finanzministerium in München besser wissen, was hier im Raum Deggendorf benötigt wird? Das sollten die Menschen hier selbst bestimmen.“

Am See

Dr. Bernd Vilsmeier rechnet vor, wie sehr die bayerischen Gemeinden am Gängelband der Ministerien hängen: „In Bayern bekommen die Kommunen nur 12,75 Prozent des allgemeinen Steueraufkommens im Land. In Baden-Württemberg sind es 23 Prozent! Da geht es um rund 800 Millionen Euro pro Jahr, die den Städten und Gemeinden bei uns fehlen.“

Markus Rinderspacher betont: „Es grenzt schon an eine neue Form der Monarchie, wenn die Bürgermeister beim Finanzminister bitteln und betteln müssen für Gelder, die ihnen von Rechts wegen zustehen. Allein um die Förderanträge auszufüllen, brauchen die Kommunen viele Monate. Das nenne ich staatliche Geldverschwendung auf höchstem Niveau.“

Baugrube

Den Abschluss des vierten Tages der Roten Radler auf Tour bildet die Gemeinde Grattersdorf. Bürgermeister Alfons Gramalla zeigt den Gästen ein neues Baugebiet für Wohnhäuser, das gerade erschlossen wird. Mit viel Engagement und Phantasie, aber knappen finanziellen Möglichkeiten stemmt sich die Kommune gegen den Bevölkerungsrückgang. Markus Rinderspacher und Dr. Berns Vilsmeier versichern: Die SPD wird im Landtag weiterkämpfen für mehr Geld in den Regionen.

fünfte Etappe: 3. August, Landkreis und Stadt Passau

Die fünfte Etappe führt die roten Radler in den Landkreis Passau in Niederbayern. Startpunkt ist das Rathaus in Hofkirchen, wo Markus Rinderspacher vom Landtagskandidaten Christian Flisek und SPD-Bürgermeister Willi Wagenpfeil empfangen wird.

Passau 1
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Der erste Programmpunkt des Tages stellt die roten Radler auf eine harte Probe. Bei wieder einmal brüllender Hitze besucht der Tross das Freibad. Allerdings heißt die Devise: Nur gucken, nicht reinspringen! Statt im kühlen Nass zu plantschen, muss nämlich das Problem der kommunalen Freibäder in Bayern erörtert werden. Schließlich ist jedes zweite Schwimmbad in Bayern sanierungsbedürftig, mehr als 80 Bäder wurden in den letzten 15 Jahren geschlossen. „Bevor es ein bayerisches Raumfahrtprogramm gibt, sollte es lieber mal ein Förderprogramm für kommunale Schwimmbäder geben“, fasst Flisek treffend zusammen und Rinderspacher ergänzt: „Ohne die kommunalen Schwimmbäder lernen die Kinder heutzutage nicht mehr richtig schwimmen. Jedes zweite Kind, das die Grundschule verlässt, ist kein sicherer Schwimmer mehr.“ Das ist in Hofkirchen anders. Das Schwimmbad ist direkt neben der Grundschule. Alle 74 Kinder der vier Klassen können schwimmen.

Passau 2
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Für wenigstens ein bisschen Abkühlung sorgt das anschließende kalte Getränk beim Pressegespräch mit den Passauer Neuen Presse (hier geht’s zum Artikel). Themen neben den Schwimmbädern unter anderem: faire Löhne, kostenfreie Kitas, der Ausbau des ÖPNV, die Zukunft der Pflege und das Erstarken der AfD.

Passau 3
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Frisch gestärkt wird aufgesattelt und das rote Peloton fährt an der Donau entlang nach Vilshofen. Ziel: der dortige Bahnhof.

Passau 4
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Der Bahnhof Vilshofen wird seit 2002 saniert. Ein Radlparkhaus wird ebenso gebaut wie ein neuer Busbahnhof. Der barrierefreie Ausbau ist bereits fertig. Eigentlich sollte die Barrierefreiheit ja eine Selbstverständlichkeit sein. Ist sie aber leider nicht und noch immer ist jeder zweite Bahnhof in Bayern nicht umgebaut. „Ein Unding“, findet Rinderspacher. „Zumal Seehofer 2013 in seiner Regierungserklärung die Barrierefreiheit bis 2022 versprochen hatte. Davon sind wir noch weit entfernt.“

Passau 5
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Nächste Station: Der Kurort Bad Füssing. Bei mittlerweile über 30 Grad sind die Radler froh, dass für die immerhin knapp 40 Kilometer lange Strecke das Auto genommen wird. So geht es dank Klimaanlage mit kühlem Kopf in das Gespräch mit Kurdirektor Rudolf Weinberger und Bürgermeister Alois Brunndobler. In dem intensiven Gespräch tritt der Frust über die Staatsregierung mehr als einmal deutlich zu Tage. Bürgermeister und Kurdirektor fühlen sich von der CSU-Regierung nämlich vernachlässigt, dringend notwendige Investitionsförderungen bleiben aus. Hinzu kommt der eklatante Fachkräftemangel. „Gesundheit ist unser wichtigstes Gut!“, unterstreicht Rinderspacher. „Zudem sind die Kurorte ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In den Kurorten im Freistaat arbeiten insgesamt über 100.000 Menschen.“

Passau 6
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Letzter Programmpunkt der heutigen Etappe ist das Gründerzentrum Digitalisierung in Passau mit OB Jürgen Dubber. Zwei Jungunternehmer präsentieren ihr Startup „Regiothek“, eine Plattform für nachhaltig hergestellte Lebensmittel aus der eigenen Umgebung. Hier können perspektivisch regionale Lebensmittel angeboten und gefunden werden.

Passau 7
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

sechste Etappe: 8. August, Bad Tölz

Bad Tölz Radltour
Bad Tölz Radltour
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Ganz im Zeichen des Naturschutzes steht die heutige Etappe von Markus Rinderspacher mit Florian von Brunn entlang der Isar. Der beliebte oberbayerische Fluss und seine tierischen Bewohner müssen einiges aushalten, die Freizeitnutzung hat in den letzten Jahren immens zugenommen. Dabei ist die Isar einer der letzten echten Wildflüsse in Deutschland. Startpunkt der Etappe ist der Bahnhof in Bad Tölz. Bei leichter Bewölkung und damit bestem Radlwetter geht es Richtung Norden.

Florian von Brunn (rechts) und Markus Rinderspacher
Florian von Brunn (rechts) und Markus Rinderspacher
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Nach einer knappen Stunde erreichen die Roten Radler die Jugend-Siedlung Hochland, eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche inmitten der schönsten Natur, mit über 450 Bildungsangeboten im Jahr. Der Leiter Roland Herzog und Vorstand Klaus Schulz bieten einen interessanten Einblick in den Verein. „Wir wollen ein ganzheitliches Bewusstsein für das menschliche Zusammenleben und die Natur schaffen“, erklärt Schulz. Kanufahrten auf der Isar gehören auch zum Angebot und hier kommt das erste Mal das Problem der Schlauchbootfahrer zur Sprache. Die Hobbykapitäne haben den sensiblen Fluss nämlich mittlerweile fest in ihrer Hand. An schönen Tagen kann man um die 100 Boote in einer Stunde zählen. Mit den Billigbooten vom Discounter werden Bierkästen im Rettungsring hinterhergezogen, es ertönt laute Musik aus portablem Boxen, die Bootsfahrer betreten Vogelschutzinseln und hinterlassen Berge von Müll. Ein generelles Fahrverbot sei aber schwierig umzusetzen, erklärt SPD-Umweltpolitiker von Brunn: „Das würde auch die Kanusportvereine treffen. Die Mitglieder gehen sehr sorgsam mit dem Fluss und der Natur um.“ Auch die Jugendbildungsstätte wäre betroffen. „Den Jugendlichen den Fluss und die Natur hautnah näher zu bringen, ist immens wichtig, um überhaupt ein Bewusstsein für Umweltschutz zu schaffen“, erklärt Schulz.

Rinderspacher und von Brunn im Gespräch mit Roland Herzog (zweiter von links) und Roland Herzog (ganz links)
Rinderspacher und von Brunn im Gespräch mit Roland Herzog (zweiter von links) und Roland Herzog (ganz links)
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Nach einer kleinen Stärkung setzt sich der Tross wieder in Bewegung Richtung Geretsried…

zwischen Königsdorf und Geretsried
zwischen Königsdorf und Geretsried
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

… mit kurzem Zwischenstopp am Aussichtspunkt Malerwinkel. Die Gegend auf dem Steilufer über dem Zusammenfluss von Rottach und Isar heißt so, weil sie ein beliebtes Motiv für Maler war und immer noch ist.

kein Text
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

Nach insgesamt sieben Kilometern erreichen die Roten Radler Einöd, ein kleiner Ort bei Geretsried und eine beliebte Einstiegsstelle für private Schlauchbootfahrer. Dort werden sie von Fabian Unger vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern begrüßt. „An den Wochenenden bilden sich regelmäßig lange Schlangen an der Einstiegsstelle“, berichtet Unger. „Wir haben hier stark alkoholisierte Junggesellenabschiede, die keinerlei Erfahrung mit einem Boot haben und überhaupt kein Bewusstsein für diese einzigartige Naturlandschaft. Für die sensible Tier- und Pflanzenwelt sind die Schlauchbootfahrer ein riesiges Problem.“ Unger stellt sich an heißen Tagen an die Einstiegsstelle und sucht gezielt das Gespräch mit den Freizeitlern. „Ein Infostand oder Hinweisschilder vor der Anlege- und Abfahrtsstelle reichen da leider nicht aus“. Deshalb verleiht Unger kostenlos leistungsfähige Pumpen. „So komme ich leichter an die Leute ran“. Etwa fünf bis zehn Prozent der Leute seien allerdings völlig uneinsichtig und überhaupt nicht empfänglich für seine Botschaft. „Die interessiert nur ihr eigener Spaß.“

Fabian Unger (rechts) im Gespräch mit den Roten Radlern
Fabian Unger (rechts) im Gespräch mit den Roten Radlern
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Auf dem letzten Teilabschnitt des Tages über 15 Kilometer kommen Markus Rinderspacher und seine Mitstrampler noch mal richtig ins Schwitzen, herrschen mittlerweile doch wieder hochsommerliche Temperaturen. Ziel ist die Pupplinger Au bei Wolfratshausen, wo es eine echte Rarität gibt. Inmitten dieses Natur-Idylls im Wald grasen nämlich Rinder. Genauer gesagt das Murnau-Werdenfelser-Rind. Die Rasse stammt aus dem benachbarten Werdenfelser Land und war dort einst weit verbreitet, ehe sie im vergangenen Jahrhundert nach und nach durch leistungsstärkere Züchtungen ersetzt wurde. Die 35 Tiere leben auf einer Fläche von rund 60 Fußballfeldern. Sie fressen nur Gras und brauchen deshalb natürlich wesentlicher Länger zum Wachsen. Die Rasse ist sehr ruhig, weshalb sich Markus Rinderspacher und Florian von Brunn durchaus nah ran trauen.

kein Text
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)*

siebte Etappe: Memmingen

Rote Radler Memmingen
Rote Radler Memmingen
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Memmingen, diese von sozialdemokratischen Bürgermeistern geprägte schwäbische Stadt am westlichsten Rand des Freistaats, ist der Startpunkt für die siebte Etappe der Roten Radler. Der örtliche Kandidat David Yeow ist bereits eifrig damit beschäftigt, den örtlichen Medien Rede und Antwort zu stehen ...

Yeow

... als der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher eintrifft. Gemeinsam mit einem guten Dutzend Roter Radler geht es los durch die Innenstadt ...

Radler

... zum Bahnübergang an der Bodenseestraße. Hier fährt momentan kein Zug - und das ist gut so. Denn die Strecke wird gerade elektrifiziert. David Yeow freut sich: „Endlich ist die Zeit der stinkenden Dieselloks hier zu Ende.“ Und schneller wird der Zugverkehr auch noch: Binnen 45 Minuten können die Memminger künftig nach München pendeln.

Bahn

Der frühere Memminger Oberbürgermeister Ivo Holzinger, der die Tour auf seinem roten E-Bike begleitet, hat selbst viele Jahre für diesen Ausbau gekämpft. Er ist froh darüber, dass es endlich so weit ist. Aber er ist immer noch wütend, dass es so lange gedauert hat: „Die CSU-Staatsregierung hat das Thema Bahn 30 Jahre lang total verschlafen.“

Ivo

Das kann Markus Rinderspacher mit Zahlen unterfüttern: „In Bayern sind nur 48 Prozent der Bahnstrecken elektrifiziert - im Bund sind es 60 Prozent und in der Schweiz nahezu 100 Prozent. Wir sind hier ein Entwicklungsland!“

Memmingen

Weiter geht es zur Illerbrücke in Illerbeuren. Der Fluss prägt diese wunderbare Landschaft. Am linken Ufer Baden-Württemberg, am rechten der Freistaat Bayern.

Brücke

Ganz in der Nähe befindet sich ein kulturelles Kleinod: das Schwäbische Bauernhofmuseum.

Museum

Alltagsgegenstände, Werkzeuge, ja komplette Höfe und Gebäude aus ganz Schwaben werden hier zusammengetragen. Ziel ist es, das bäuerliche Leben der vergangenen Jahrhunderte für die Nachwelt zu erhalten.

Webstock

Auch Daniel Fürst, (2.v.r.) SPD-Landtagskandidat für Neu-Ulm, schließt sich hier den Roten Radlern an. Zusammen mit Bezirksrätin Petra Beer, Daniel Yeow und Markus Rinderspacher besichtigt er die Ausstellung.

Rundgang

Von der Museumsmitarbeiterin Sandra Czaja (Mitte) lassen sich die Sozialdemokraten durch das Gelände führen. Mit vielen neuen Eindrücken und viel Erinnerungen im Gepäck geht es auf die letzte Teilstrecke für heute nach Woringen.

Überland

Dort sind die Roten Radler mit Bürgermeister Volker Müller verabredet. Er kämpft mit den Tücken der ministeriellen Bürokratie. Konkret geht es um die Nutzung von Wärme aus kleineren örtlichen Biogas-Kraftwerken. Der Förder-Dschungel und die Genehmigungen kosten Müller den letzten Nerv.

Müller

Bei Markus Rinderspacher trifft er da auf offene Ohren: „Die Kommunen müssen viel mehr selbst entscheiden dürfen. Derzeit hängen sie am Gängelband der Ministerien und müssen brav um Geld betteln. Unser Ansatz ist ein komplett anderer: Wir wollen, dass die Städte und Gemeinden direkt einen größeren Anteil am Steueraufkommen erhalten.“

achte Etappe: Augsburg-Land

Rote Radler Herbert Woerlein
Rote Radler Herbert Woerlein
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Nach all den vielen Hügeln endlich mal eine Flachetappe für die tapferen Roten Radler. Im brettelebenen Lechfeld südlich von Augsburg treffen sich die Mitradler von Fraktionschef Markus Rinderspacher im Marienwallfahrtsort Klosterlechfeld.

Auftakt

Nach einem kleinen Frühstück im Garten des Rathauses geht es los. Neben den örtlichen SPD-Abgeordneten Dr. Simone Strohmayr und Herbert Woerlein haben sich zwei Dutzend weitere Radler eingefunden.

Radeln

Erste Station ist der örtliche Bahnhof. Die Gemeine renoviert gerade das alte Bahnhofsgebäude für 1,5 Millionen Euro. Doch den Bahnsteig lässt die Deutsche Bahn verlottern. Und noch viel ärgerlicher: Der Bahnsteig ist 43 cm zu niedrig für die Züge. Für Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollator und Damilien mit Kinderwagen ist deshalb hier Schluss.

Bahnsteig

Der 2. Bürgermeister Erwin Mayer und die SPD-Abgeordneten demonstrieren den Höhenunterschied. Markus Rinderspacher erinnert an das vor fünf Jahren gegebene Versprechen des damaligen Ministerpräsidenten Seehofer, Bayern endlich barrierefrei zu machen. Doch passiert ist nichts. Herbert Woerlein will nun noch einmal Druck auf die Bahn machen.

Kirche außen

Natürlich kann man Klosterlechfeld nicht besuchen, ohne bei der prächtigen Wallfahrtskirche “Maria Hilf“ Station zu machen. Pfarrer Thomas Demel erläutert den beeindruckten Genossen die Historie und die Bedeutung der Barockkirche.

Pfarrer

Das Innere des Gotteshauses quillt geradezu über von Gold und Gemälden, Wandmalereien und Statuen.

Pracht

Geistig gestärkt begeben sich die Roten Radler auf den Weg nach Lagerringen. Dort gibt es das neue Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr zu bestaunen. Feuerwehr-Vorstandsmitglied Wolfgang König ist stolz auf die mit viel ehrenamtlichem Engagement errichtete Wache.

Feuerwehr

Und die drei Abgeordneten (v.l. Markus Rinderspacher, Dr. Simone Strohmayr, Herbert Woerlein) demonstrieren ihre Unterstützung für den großartigen Dienst der Feuerwehrler für unsere Gesellschaft. Besonders freut es sie, dass ist Lagerringen kein Nachwuchsmangel herrscht. 24 Jugendliche sind dort derzeit bei der Feuerwehr dabei. Ein ermutigendes Zeichen.

Feuerwehrauto

Nach einer kleinen Stärkung im Gasthof zur Wertachau steuern die Radler das Flussufer der Wertach und die dort gelegene Station der Wasserwacht an. Die Ehrenamtlichen haben ein ganz besonderes Highlight vorbereitet: eine Rettungsübung.

Wasserwacht

Eine junge Wasserwachtlerin mimt die Ertrinkende und wird von ihren Kollegen rasch aus der vermeintlichen Gefahr gerettet.

Boot

Und auch die Abgeordneten dürfen eine Runde mitfahren im speziell auf Fluthilfe ausgelegten Rettungsboot, das sogar Rollstuhlfahrer transportieren kann.

Radeln

Zum Abschluss der wunderbaren Etappe im Landkreis Augsburg ist Schwabmünchen das Ziel. Enzo Hirsch vom örtlichen Jugendbeirat hofft auf die Hilfe der Landtagspolitiker im Kampf für ein neues Jugendzentrum. Der bisherige Treffpunkt ist dringend sanierungsbefürftig - wie sich bei einer Besichtigung der Räumlichkeiten sofort zeigt - und leider gar nicht barrierefrei zugänglich. “Doch die Stadt lässt uns hängen“, klagt Hirsch.

Jugendheim

Herbert Woerlein will helfen. Er wird der Stadt einen offiziellen Brief schreiben und damit Druck aufbauen, dass sich der Stadtrat und die Stadtverwaltung endlich ernsthaft mit dem Thema befassen. „Der aktuelle Zustand ist der aktiven Jugendszene in Schwabmünchen unwürdig!“

neunte Etappe: Kempten

Schwaben Ilona Deckwerth
Schwaben Ilona Deckwerth
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Was liegt näher, als bei 30 Grad eine Firma mit dem sympathischen Namen „Sonnen“ zu besuchen. In Wilpoldsried im Allgäu stellt das Unternehmen Batterien her, die den Strom aus Solarzellen auf Hausdächern zwischenspeichern. SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher und seine Abgeordneten-Kollegen Ilona Deckwerth und Dr. Paul Wengert sowie ein gutes Dutzend weiterer „Roter Radler“ informieren sich über diese neue Technologie und besichtigen die Produktion.

Sonnen

Der französische Unternehmenschef Jean-Baptiste Cornefert (ganz rechts in Lederhosen, daneben der SPD-Landtagskandidat Markus Kubatschka, Markus Rinderspacher, Dr. Paul Wengert und Ilona Deckwerth) und seine Leute haben gut zu tun. Immer mehr Hausbesitzer lassen sich die schaltschrankgroßen Batterien installieren. „Die Zukunft sind nicht Großkraftwerke, sondern dezentrale Energieerzeugung und dafür braucht es Zwischenspeicher“, betont der Geschäftsführer.

Produktion

Die „Roten Radler“ machen sich auf den Weg nach Dietmannsried. Im Hintergrund drehen sich die Windräder und erzeugen sauberen Strom. Doch die CSU-Staatsregierung hat leider weiteren dieser vorbildlichen Projekte mit der 10H-Abstandsvorschrift einen Riegel vorgeschoben.

Windräder

Das Allgäu zeigt sich unterdessen von seiner idyllischen, aber für Radler auch anstrengenden Seite. Doch Kraft und Ausdauer sind bei den Sozis mehr als genug vorhanden.

Seitlich

Immer wieder halten die fleißigen Radler kurz an, um historische Gebäude und Kirchen zu bestaunen.

Kirche

Fast pünktlich erreichen sie das Seniorenzentrum im Zentrum von Dietmannsried. Hier werden betreutes Wohnen, Tagespflege und auch Kurzzeitpflegeplätze angeboten. Die Bewohnerinnen und Bewohner stammen fast alle aus der unmittelbaren Umgebung und können so in ihrer vertrauten Heimat den Lebensabend verbringen.

Seniorenheim

Mit guten Wünschen im Gepäck geht es weiter. Den Weg weist den Radlern die rauschende Iller.

Fluss

Immer am Fluss entlang führt die Tour nach Kempten.

Iller

Hier steht die integrative Wohnanlage der örtlichen Wohnungsbaugesellschaft „Sozialbau“ auf dem Besuchsprogramm. Menschen mit Behinderungen leben hier zusammmen mit Studenten unter einem Dach, direkt am Ufer der Iller und mitten in der Stadt.

Wohnanlage

Markus Rinderspacher zeigt sich begeistert von diesem Konzept der Inklusion: „Das hat Vorbildcharakter über Kempten und das Allgäu hinaus für ganz Bayern. Ich hoffe, dass diese Form des Zusammenlebens Schule macht.“

OB

Kempten hat zur Zeit noch eine ganz besondere Attraktion zu bieten: die Allgäuer Festwoche. Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU) begrüßt die sozialdemokratischen Radler dort und lässt es sich nicht nehmen, den Münchner SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher über das Gelände zu führen.

Biertisch

Mit Thomas Kiechle, Ilona Deckwerth und Dr. Paul Wengert diskutiert Markus Rinderspacher im Bierzelt über aktuelle politische Themen und freut sich über die Dialogfähigkeit unter Demokraten über Parteigrenzen hinweg.

Radio

Danach noch ein schneller Besuch im „Gläsernen Studio“ des Lokalradios RSA und perfekt in die Etappe durchs Allgäu!