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13.10.2014

SPD-Analyse: Immer weniger Supermärkte auf dem Land

Adelt: Staatsregierung soll Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung von ländlichen Lebensmittelgeschäften im Heimatministerium bündeln

Das Supermarkt-Sterben in Bayern auf dem Land hat in den letzten 10 Jahren dramatisch zugenommen. Das hat der Sprecher für kommunale Daseinvorsorge der SPD-Landtagsfraktion, Klaus Adelt, mit einer Anfrage an die Staatsregierung herausgefunden. In knapp 490 bayerischen Kommunen gibt es kein Lebensmittelgeschäft mehr. Deren Zahl ist von 2005 bis 2014 von rund 6500 auf knapp 5950 zurückgegangen.

Nahversorgung Bayern Karte
Veränderung der Anzahl der Lebensmittelgeschäfte in Bayern von 2005 bis 2014

Adelt fordert mehr Engagement der Staatsregierung, um diesem Trend entgegenzuwirken: "Ich könnte mir gut vorstellen, Fördermittel, Expertise und Beratung unter dem Dach des neuen Heimatministeriums zusammenzufassen. Im Moment sind vier Ministerien und diverse Behörden und Ämter dafür zuständig. Da blickt kein Mensch durch!"

"Vor allem in strukturschwachen Regionen wird die Nahversorgung mittelfristig in weiten Teilen des Freistaats regelrecht wegbrechen", warnt Adelt. "Die Wege zu den Supermärkten werden immer weiter. Das ist insbesondere in unserer immer älter werdenden Gesellschaft ein Problem." Während beispielsweise in Oberbayern die Zahl der Lebensmittelmärkte in den letzten 10 Jahren leicht angestiegen ist, sank im gleichen Zeitraum in Oberfranken ihre Zahl um über 18%.

Die Lebensmittelgeschäfte haben auch eine soziale Komponente, wie Adelt erklärt. "Das sind zentrale Orte an denen man sich bewusst trifft, um sich über den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen. Fällt das weg ist das besonders für die älteren Bürgerinnen und Bürger eine traurige Entwicklung."

Supermarktsterben Klaus Adelt

Nahversorgung in Bayern Karte (jpeg)

Nahversorgung Bayern Tabelle (PDF)

Klaus Adelt

Sprecher für kommunale Daseinsvorsorge und Sprecher der oberfränkischen SPD-Abgeordneten

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