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19.11.2014

G8 oder G9: Schüler können in Bayern nicht wirklich auswählen

Vorsitzender des Bildungsausschusses Güll: Beschränkung der „Mittelstufe Plus“ führt zu Ungerechtigkeiten

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Güll, betrachtet die G8-Reform als gescheitert: „Es ist nicht vermittelbar, den Zugang zum G9 auf 25 Prozent eines Jahrgangs zu beschränken. Das führt zu Ungerechtigkeiten und Willkür. Die SPD steht für eine echte Wahlfreiheit.“ Wie die Süddeutsche Zeitung heute unter Berufung auf ein internes Papier der Staatsregierung berichtet, wird offenbar kein zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt. Daher haben die Schüler und Schülerinnen auch keine echte Wahlfreiheit und keinen Rechtsanspruch. Die Entscheidung, wer ein Zusatzjahr im Gymnasium besuchen darf, liegt bei der Schule. „Das ist Sitzenbleiben mit anderer Bezeichnung", stellt Güll fest.

Güll bedauert, dass es keine funktionierende Lösung für das Gymnasium gibt: "Kultusminister Spaenle hat das Problem offenbar nicht verstanden und die Staatsregierung betreibt eine unehrliche Politik“, erklärt der Vorsitzende des Bildungsauschusses im Bayerischen Landtag. Eine echte Reform des Gymnasiums koste Geld , ohne Investitionen gehe es nicht, gibt Güll zu bedenken. Die Schüler und Schülerinnen, die Lehrer und die Eltern seien einmal mehr alleingelassen.

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