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05.01.2015

SPD fordert Schutz regionaler Produkte

Fraktionschef Rinderspacher kritisiert Verhandlungsposition von CSU-Agrarminister Schmidt

SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher hält die schwammige Verhandlungsposition von Bundesagrarminister Schmidt (CSU) beim Freihandelsabkommen TTIP zum Absenken von EU-Schutzstandards regionaler Produkte für "kontraproduktiv". "Das geht in die völlig falsche Richtung", so der SPD-Politiker.

"Die Verbraucher fordern nicht weniger, sondern mehr Transparenz bei der Herkunft von Lebensmitteln. Eine Entwürdigung des Nürnberger Lebkuchens oder unseres bayerischen Biers darf es nicht geben", so Rinderspacher, "der CSU-Minister darf das hohe Gut der Regionalität nicht gering reden. Und die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass der Hopfen aus der Hallertau nicht unter einer irreführenden Bezeichnung aus Oregon stammt."

"Der gute Ruf traditioneller, regionaler Spezialitäten leidet, wenn der Agrarminister das Einfallstor für die Absenkung von Verbraucherschutzstandards öffnet", befürchtet Rinderspacher, "Transparenz in der Erzeugung und der Verarbeitung sind für die Verbraucher besonders wichtig. Eine Absenkung der Schutzstandards für Herkunftsangaben darf es nicht geben. Es gilt vielmehr, die Position der geschützten Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben zu stärken und nicht zu schwächen."

Markus Rinderspacher

Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion

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