Pressemitteilungen

08.01.2015

Beratungslehrer und Schulpsychologen in Not

SPD fordert mehr sonderpädagogische Kompetenz für Bayerns Schulen

Die SPD-Bildungspolitikerin Margit Wild möchte für Bayerns Schulen mehr Lehrer, die auch über sonderpädagogische Kompetenz und Erfahrung verfügen: „Es gibt leider immer mehr Schülerinnen und Schüler, die eine professionelle Betreuung und Beratung benötigen. Wenn sowohl Schulpsychologen als auch Beratungslehrkräfte Alarm schlagen, darf uns das nicht kalt lassen“, erklärt die Regensburger Abgeordnete. Sie fordert die Staatsregierung daher auf, 200 Lehrer für den sonderpädagogischen Dienst einzustellen und 250 weitere für den Einstieg in das Zwei-Pädagogen-System an Grundschulen. „Mit zwei Pädagogen in der Grundschule erreichen wir nicht nur einen höheren Bildungserfolg, sondern können auch besser auf die individuellen Probleme der jungen Schüler und Schülerinnen eingehen. Viele langfristig belastenden Situationen an Schulen würden sich gar nicht erst entwickeln“, erklärt Wild.

Eine Umfrage des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (BLLV) ergab, dass sich 72 Prozent der Schulpsychologen überlastet fühlen und auch 60 Prozent der Beratungslehrkräfte arbeiten am Limit. Sie haben sehr oft das Gefühl, ihre verantwortungsvolle Aufgabe nicht ausreichend erfüllen zu können. Dies führt auch dazu, dass viele Kinder in Sondereinrichtungen überwiesen werden. Wie eine Anfrage von Wild ergab, ist die Zahl der Kinder, die ein sonderpädagogisches Förderzentrum mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung besuchen, von 2010 bis 2014 um 70 Prozent gestiegen. Dazu Wild: „Das ist ein deutliches Alarmzeichen, auf das die Bildungspolitik reagieren sollte.“

Margit Wild

Stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion

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