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26.01.2015

SPD-Fraktion verlangt Schutz von Kindern vor Giftstoffen in Kleidungsstücken

Abgeordnete Rauscher: Ganz erhebliche Gefahren - Antrag im Gesundheitsausschuss des Landtags

Nachdem bei Untersuchungen von Greenpeace besorgniserregende Konzentrationen von gesundheitsschädlichen Chemikalien und Giftstoffen in Kleidungsstücken gefunden wurden, will die SPD-Landtagsfraktion strengere Grenzwerte festlegen und wirksame staatliche Kontrollen durchsetzen. Das Thema wird auf Antrag der SPD am Dienstag (27. Januar 2015) im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags beraten.

Die SPD-Gesundheitspolitikerin Doris Rauscher sieht vor allem für Kinder und Jugendliche ganz erhebliche Gefahren: „Die langfristigen Auswirkungen der Giftstoffe sind enorm. Ein besonders in der Schuhproduktion eingesetztes Lösungsmittel ist beispielsweise giftig und gefährdet die Fortpflanzung. Weichmacher sind krebserregend. Und weitere Giftstoffe, die gefunden wurden, stehen im Verdacht, Entwicklungsstörungen bei Kindern und Allergien auszulösen sowie das Hormonsystem zu stören.“

Greenpeace hatte Kleidungsstücke von Discountern ebenso untersucht wie Markensportartikel und Luxusprodukte. Der Preis allein war den Ergebnissen zufolge keine Garantie für Schadstofffreiheit der Textilien. Für einige der als gesundheitsgefährdend eingestuften Stoffe gebe es bislang noch nicht einmal Grenzwerte, kritisiert die SPD-Landtagsabgeordnete Rauscher. Sie appelliert an die Staatsregierung, hier endlich Druck zu machen und die Verbraucher zu schützen.

Antrag Chemikalien in der Kleidung (PDF, 218 kB)

Doris Rauscher

Vorsitzende des Arbeitskreises Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration

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