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11.09.2015

Wilhelm-Hoegner-Preis für den DGB Bayern

SPD-Landtagsfraktion würdigt damit den langjährigen Einsatz für einen gesetzlichen Mindestlohn

Der Wilhelm-Hoegner-Preis 2015 geht an den DGB Bayern. Die SPD-Landtagsfraktion würdigt damit den jahrelangen Einsatz des Gewerkschaftsverbands für einen gesetzlichen Mindestlohn. SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher erläutert: „Das Jahr 2015 bietet mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns einen besonderen Anlass für die Verleihung des Hoegner-Preises an den DGB Bayern. Schließlich waren die Gewerkschaften ganz entscheidend an der Realisierung dieses historischen Schrittes beteiligt. Welcher Preis könnte als Würdigung für dieses erfolgreiche Engagement passender sein als der Hoegner-Preis, dessen Namensgeber Wilhelm Hoegner bereits vor fast 60 Jahren in der bayerischen Verfassung festgelegt hat, dass es Mindestlöhne geben solle.“

Bayerns DGB-Vorsitzender Matthias Jena betont, es sei ihm eine Ehre, diesen Preis stellvertretend anzunehmen: „Es ist in der Tat eine großartige Errungenschaft, dass die Gewerkschaften im Zusammenwirken mit der SPD und mit breiter gesellschaftlicher Unterstützung den Mindestlohn nun endlich durchsetzen konnten. Schon nach nicht einmal einem Jahr kann man zweifellos feststellen, dass der Mindestlohn ein Erfolg ist. Er verhilft Hunderttausenden Menschen in Bayern zu höheren Einkommen und stärkt die Binnennachfrage.“

Jena und Rinderspacher
Download: Foto in hoher Auflösung (v.l. Matthias Jena, Markus Rinderspacher - Abdruck bei Quellennennung kostenfrei)

Der Wilhelm-Hoegner-Preis ist benannt nach dem bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner. Er war von 1945 bis 1946 und von 1954 bis 1957 Bayerischer Ministerpräsident. Der Sozialdemokrat gilt zudem als Vater der heutigen bayerischen Verfassung. Seit 1987 wird der Preis an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um den Erhalt und die Sicherung der Freiheits- und Bürgerrechte verdient gemacht haben.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen Martin Schulz, Dr. Hans-Jochen Vogel, Dr. Hildegard Hamm-Brücher, Dieter Hildebrandt, Günter Verheugen, Max Mannheimer, die Biermösl Blosn, Dr. Hubert Weinzierl, Heinrich Albertz, Carl Amery, Regine Hildebrandt und Prof. Dr. Heribert Prantl. Als Institutionen wurden die „Weiße Rose Stiftung“, das „Bayerische Bündnis für Toleranz“, der Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“ sowie mehrere Obdachlosenzeitungen ausgezeichnet.

Der Termin für die Preisverleihung steht noch nicht fest.

Markus Rinderspacher

Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion

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