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03.12.2015

Bayerische Alpen werden durch Schneekanonen massiv geschädigt

Nach SPD-Anträgen: Staatsregierung muss genau darlegen, wie sich der Wintersport auf die Umwelt auswirkt und wie Skigebiete zurückgebaut werden sollen

Die SPD-Landtagsfraktion hat durch zwei Berichtsanträge erreicht, dass die Staatsregierung detailliert Auskunft darüber geben muss, wie sich der Skitourismus in den heimischen Alpen auf die Umwelt auswirkt. Außerdem muss die Frage geklärt werden, wie und von wem Skigebiete, die in Zukunft durch Schneemangel nicht mehr betrieben werden können, zurückgebaut werden müssen. Den beiden Anträgen wurden heute (03.12.2015) im Umweltausschuss zugestimmt.

"Künstliche Beschneiung ist Gift für die empfindliche Tier- und Pflanzenwelt in der bayerischen Bergwelt", erklärt der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Florian von Brunn. "Schneekanonen verbrauchen unglaublich viel Wasser und Energie. Der Kunstschnee verändert den Nährstoffhaushalt und bleibt länger liegen, sodass seltene Almblumen nicht mehr wachsen können. Außerdem wird der Boden aufgerissen, um Rohre und Stromleitungen zu verlegen und es werden Bergwälder abgeholzt."

Von Brunn stellt außerdem die Frage, wer für den Rückbau der Skigebiete verantwortlich ist, wenn diese durch den Klimawandel in einigen Jahren nicht mehr betrieben werden können: "Wer übernimmt eigentlich die Kosten für diesen Rückbau und wie wird wieder renaturiert? Hat die Staatsregierung dazu eigentlich ein Konzept?"

Der SPD-Politiker hofft, dass er durch die Beantwortung der beiden Berichtsanträge Antworten auf all diese Fragen bekommt und wundert sich gleichzeitig über die ablehnende Haltung der Freien Wähler, die den Anträgen nicht zugestimmt haben. "Die Freien Wähler haben im Gegensatz zu ihrem eigenen Anspruch überhaupt kein Gespür für die großen Probleme in den Alpen. Oder ihnen ist unsere kostbare Natur schlicht egal."

Florian von Brunn

Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt und Verbraucherschutz der BayernSPD-Landtagsfraktion

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