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20.01.2016

SPD will Digitalisierung zum Pflichtprogramm in allen bayerischen Schulen machen

Wirtschaftspolitikerin Karl: Freistaat wird bei Digitalisierung abgehängt

Die SPD-Landtagsfraktion will Informatik und den Umgang mit der Digitalisierung zum Pflichtprogramm in allen bayerischen Schulen und Schularten machen. Einen entsprechenden Antrag der Digitalisierungsexpertin und SPD-Wirtschaftspolitikerin Annette Karl beschloss die Fraktion bei ihrer Klausur im Kloster Irsee einstimmig. "Zu den bisherigen Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen muss künftig auch das Programmieren hinzukommen", fordert Karl. "Der Alltag und auch das Berufsleben sind heutzutage untrennbar mit Digitalisierung verbunden. Die Kinder und Jugendlichen müssen verstehen, was in Apps, in Smartphones und im Internet vor sich geht. Nur so können sie mit den Gefahren und Chancen vernünftig umgehen. Und damit sollten wir bereits in der Grundschule beginnen."

Insgesamt sieht Karl die Digitalisierung im Freistaat deutlich im Hintertreffen. "Das staatliche Förderprogramm sieht Bandbreiten von 30 Mbit/s vor. Das ist geradezu lächerlich. Da wird viel Geld in die Hand genommen, um einen Standard zu erreichen, der schon jetzt wieder veraltet ist. In Staaten, die es wirklich ernst meinen mit der Digitalisierung, wie etwa Südkorea, geht es inzwischen um Bandbreiten, die über 100 mal schneller sind." Die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion sieht darin erhebliche Standortnachteile für Unternehmen: "Moderne Dateninfrastruktur ist heute oft viel wichtiger als ein Autobahnanschluss oder ein Zugang zu Schienennetz."

Annette Karl

Wirtschaftspolitische Sprecherin und Vorsitzende des Arbeitskreises der SPD-Landtagsfraktion für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie

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