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07.03.2016

SPD kritisiert Ganztagsschulgesetz der Staatsregierung als völlig unzureichend

Bildungspolitikerin Strohmayr: Nur 300 Ganztagsklassen an 2700 Grundschulen sind zu wenig

Die SPD-Fraktion kritisiert das Ganztagsschulgesetz der CSU-Staatsregierung, das am Dienstag in den Landtag eingebracht wird, als völlig unzureichend. Die Fraktionsvizin und Bildungspolitikerin Dr. Simone Strohmayr betont: „Im Freistaat gibt es 2700 Grund- und Förderschulen mit 25.000 Klassen. Und lediglich an 300 davon sollen nun einzelne Ganztagsklassen eingerichtet werden. Damit lässt sich die Nachfrage der Familien nach einem qualitativ hochwertigen schulischen Ganztagsangebot nicht einmal ansatzweise erfüllen.“

Die SPD-Fraktion verlangt einen Rechtsanspruch der Eltern auf ein Ganztagsangebot an sämtlichen Schularten - und zwar von 8.00 bis 16.00 Uhr kostenfrei. Für die Grundschulen muss das sogar in den Ferienzeiten angeboten werden. Für knapp 200.000 Schülerinnen und Schüler fehlt die Betreuung an mehr als 70 Tagen im Jahr, wenn man Ferien- und Feiertage zusammenzählt. Bayern weist mit 9,2 Prozent die bundesweit drittniedrigste Quote von Ganztagsschülern im Grundschulbereich auf. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 31,3 Prozent.

Dr. Simone Strohmayr

Stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion

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