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08.03.2016

Staatsregierung wird Ganztagsschulziel nicht erreichen

SPD-Fraktionsvizin Strohmayr: Gesetzentwurf bringt nicht mal Tropfen auf heißen Stein

Die CSU-Staatsregierung wird ihr selbst gestecktes Ziel, bis 2018 allen bayerischen Schülern unter 14 Jahren einen Ganztagsschulplatz anzubieten, deutlich verfehlen. Lediglich 300 neue Ganztagsklassen im ersten Jahr enthält das am Dienstag in den Landtag eingebrachte Gesetz der CSU. „Bei insgesamt 25.000 Klassen in den bayerischen Grund- und Förderschulen ist das nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein“, rechnete SPD-Fraktionsvizin Dr. Simone Strohmayr im Plenum des Landtags vor. Im Freistaat haben bislang nur 9,2 Prozent der Grundschüler einen Ganztagsplatz - der Bundesdurchschnitt liegt immerhin bei 31,3 Prozent. Die SPD-Fraktion plädiert deshalb für einen Rechtsanspruch auf Ganztag.

Keine Fortschritte bringe das Gesetz für die so dringend notwendige bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, kritisiert die Bildungspolitikerin Strohmayr: „In den Ferien- und Randzeiten lässt die Staatsregierung die Eltern und die Kommunen finanziell völlig im Stich. An rund 70 schulfreien Tagen müssen die Familien mühsam eine Betreuung organisieren. Der gemeinsame Familienurlaub wird da zum zeitlichen Luxus.“ Die SPD verlangt eine staatliche Mitfinanzierung von schulischen Betreuungsangeboten in den Ferien, wie dies bei Horten bereits üblich ist.

Dr. Simone Strohmayr

Stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion

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