Positionen

12.03.2019

Für klare Planungen bei der Energiewende

Wir brauchen einen neuen Aufbruch in der Raumplanung! Von Annette Karl, energiepolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion

Erster Schritt wäre, die Landkreise und auch die Städte und Gemeinden dabei zu unterstützen, abgestimmte Energienutzungspläne (ENP) aufzustellen. Die Informationen über den tatsächlichen Strom- und Wärmeverbrauch einer Gemeinde und eine Übersicht über die Verbrauchsschwerpunkte von Strom und Wärme geben Aufschluss darüber, wie viel Energie in ganz Bayern noch erzeugt, wie viel über Netze verteilt bzw. wie viel gespeichert werden muss.

Mit den genauen Erzeugungs- und Verbrauchsinformationen vor Ort können Rückschlüsse gezogen werden auf:

  • Optimale Standorte von Energieerzeugungsanlagen
  • Optimale Standorte für Speichertechnologien
  • Notwendigkeit von Übertragungsnetzen
  • Ausbauschwerpunkte für Verteilnetze
  • Auswirkung einzelner Maßnahmen auf die Klimabilanz Bayerns

Nur so können die optimalen Standorte für die Erneuerbaren Energien identifiziert und später umgesetzt werden.

Die Erstellung von Energienutzungsplanen gibt den Gemeinden außerdem die Möglichkeit, die Akzeptanz der Bevölkerung vor Ort durch Beteiligung an der Planung zu erhöhen. Der Bürger wird so als Experte für seine Gemeinde ernst genommen. Diese Aufgabe kann nur mithilfe eines aktiven Austausches und mit Unterstützung durch Energieagenturen und Energieberater auf kommunaler Ebene geleistet werden.

SPD-Initiativen im Landtag:
Energienutzungspläne (Drucksache Nr. 17/4129) – von CSU-Fraktion abgelehnt
Energieberater (Drucksache Nr. 17/4128) – von CSU-Fraktion abgelehnt]