Positionen

07.01.2015

Eine Frage der Gerechtigkeit: die Märkte für Lebensmittel

Die Leitthemen des Arbeitskreises Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Von Horst Arnold, MdL.

Jeder siebte Arbeitsplatz ist von der Land- und Forstwirtschaft abhängig

Die Land- und Forstwirtschaft in Bayern sind die Herzkammern des ländlichen Raumes und ein verlässlicher Pfeiler der starken, bayerischen Wirtschaft. Sie bietet vielen Menschen, auch abseits der Höfe im vor- und nachgelagerten Bereich, wohnortnahe Arbeitsplätze. Aus diesem Grund ist die BayernSPD, auch in der Vergangenheit, ein verlässlicher Partner der bayerischen Land- und Forstwirtschaft.

Wir stehen klar zur bäuerlichen Produktion hochwertiger Nahrungsmittel, aus diesem Grund beachten wir bei allen Forderungen die Auswirkungen auf unsere bäuerlichen Strukturen.

Die Arbeitnehmer in den vor- und nachgelagerten Bereichen sowie in der Verwaltung und Beratung brauchen eine verlässliche Agrarpolitik. Der Freistaat als Arbeitgeber ist in der Pflicht, fair gegenüber seinen Angestellten aufzutreten. Aus diesem Grund fordern wir die Entfristung der befristeten Stellen in der Land- und Forstwirtschaftsverwaltung.

Eine Frage der Gerechtigkeit: die Märkte für Lebensmittel

Wir wollen die Bäuerinnen und Bauern unterstützen, hochpreisige Märkte zu erschließen und mit Ihren exzellenten Produkten zu besetzen, um die Wertschöpfung den bayerischen Erzeugern zu Gute kommen zu lassen. Hier stehen die Regionalität und die Größe der Familienbetriebe im Mittelpunkt, welche von den Verbraucherinnen und Verbrauchern geschätzt werden. Die Unterschiede der bayerischen Lebensmittel zu den anonymen Produkten in den Regalen der sind ein Pfund, mit dem die regionalen Erzeugerinnen und Erzeuger punkten können. Zu einem gerechten Markt gehört jedoch auch, dass Erzeuger, Verarbeiter und Handel auf Augenhöhe agieren, aus diesem Grund muss die Position der Erzeuger gegenüber der verarbeitenden Industrie und dem Lebensmitteleinzelhandel gestärkt werden. Gesunde Märkte brauchen Leitplanken! Wir brauchen Kriseninstrumente, die beim Versagen der Märkte automatisch greifen. Biodiversität-Schutz der Artenvielfalt

Der Rückgang der Artenvielfalt ist ein großes, gesellschaftliches Problem. Hierfür sind auch Monokulturen in der Land- und Forstwirtschaft verantwortlich. Die BayernSPD Landtagsfraktion steht für eine verlässliche Förderpolitik, die die Vielfalt auf den Äckern, Wiesen und Wäldern unterstützt. Weiterhin werden wir selbstverständlich auf eine konsequente Fortführung der „Roten Listen“ drängen, um Probleme beim Artenschwund im Konsens mit der Landwirtschaft anzugehen. 


Vertragsnaturschutz und Agrarumweltmaßnahmen-Stärkung der Förderung

Wir fordern klar eine Stärkung der Agrarumweltmaßnahmen und des Vertragsnaturschutzes. Die zweite Säule muss gegenüber der Betriebsprämie, der einfachen Förderung mittels Gießkannenprinzip, gestärkt werden. Wir wollen den Fokus auf die Entlohnung der gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft richten, beispielsweise die Anlage von Blühflächen oder Gewässerschutzprogramme. Auch die Förderung von Tierwohlmaßnahmen muss intensiviert werden.

Gesunde Wälder sind der richtige Weg

Bayerns Wälder erfüllen viele Funktionen, sie bieten Raum für Erholung, Naturschutz und wirtschaftlichem Nutzen. Diese Aspekte müssen bei allen Forderungen berücksichtigt werden. Die BayernSPD Landtagsfraktion steht klar und vehement hinter dem Grundsatz Wald vor Wild, der Wald zeigt, ob die Jagd stimmt. Wir werden die Waldbäuerinnen und Waldbauern dabei unterstützen, im Konsens mit der Jägerschaft den Verbiss auf ein verträgliches Niveau zu senken, in vielen Bereichen Bayern besteht hier akuter Handlungsbedarf. 
Der Waldumbau ist eine große Aufgabe der Zukunft, wir werden hier alle Akteure unterstützen, um eine unabhängige Beratung und eine flächendeckende, effiziente Förderung sicherzustellen.

Der Wirtschaftsfaktor Wald ist auch im Hinblick auf die Arbeitsplätze zu unterstützen.