SPD: Bayern braucht ein Gesamtkonzept gegen Lebensmittelverschwendung

26. Februar 2025

Jährlich landet in Bayern eine Million Tonnen Lebensmittel im Müll - pro Person rund 78 Kilogramm, das entspricht einem Warenwert von ungefähr 400 Euro. Der heutige Bericht des Staatsministeriums zeigt zwar, dass es einige Maßnahmen gibt – doch diese sind unkoordiniert, unterfinanziert und erreichen kaum Wirkung. „Die Staatsregierung setzt auf Aktionswochen, Escape-Rooms und einzelne Förderprojekte, anstatt endlich ein schlüssiges Gesamtkonzept zu entwickeln. Damit verzettelt sie sich in Einzelmaßnahmen – ein echter Plan fehlt.“, kritisiert die ernährungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Müller.

Besonders alarmierend: Nur 80.000 Euro pro Jahr stehen für Projekte zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung zur Verfügung. „Bei einigen werden nicht einmal alle Mittel abgerufen. Das heißt für mich, dass letzten Endes viele Maßnahmen nicht greifen und nicht miteinander gedacht werden“, so Müller weiter. Gleichzeitig delegiert die Staatsregierung die Verantwortung auf Ehrenamtliche und Kommunen, anstatt selbst aktiv zu werden. "Ein sehr großer Teil der Lebensmittel-Rettung funktioniert nur dank der Arbeit Ehrenamtlicher."

Die SPD-Fraktion verlangt deshalb ein echtes Landesprogramm gegen Lebensmittelverschwendung, das klare Zielvorgaben setzt, alle Akteure einbindet und finanziell abgesichert ist. „Statt vieler kleiner Projekte ohne Wirkung brauchen wir ein durchdachtes Konzept, das Verbraucher, Gastronomie, Handel und Landwirtschaft gleichermaßen in die Verantwortung nimmt“, fordert Müller.

Die Staatsregierung muss jetzt handeln – denn weniger Lebensmittelverschwendung bedeutet mehr Klimaschutz, Ressourcenschonung und finanzielle Entlastung für alle Bürgerinnen und Bürger.

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