Die russische Bürgerrechtlerin Julia Nawalnaja erhält den Europa-Preis 2026 der SPD-Landtagsfraktion. Bei einer Feierstunde im Bayerischen Landtag am 12. Februar wird die weltbekannte Kämpferin für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte die Auszeichnung aus der Hand von SPD-Fraktionschef Holger Grießhammer entgegennehmen.
„Julia Nawalnajas Engagement berührt und beeindruckt mich zutiefst. Nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes Alexej Nawalny führt sie unerschrocken und unermüdlich dessen politisches und moralisches Vermächtnis fort. Als eines der wichtigsten Gesichter der russischen Demokratiebewegung beweist sie, dass ein friedliches, freies und gerechtes Russland möglich ist“, so Holger Grießhammer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag.
„Mit der Preisverleihung einen Tag vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz wollen wir ein starkes Zeichen europäischer Solidarität mit all jenen setzen, die weltweit für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde eintreten – oftmals unter höchstem Risiko für das eigene Leben.“
Die Laudatio hält die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Dr. Katarina Barley. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch die prominente deutsch-georgische Geigerin und entschlossene Europäerin Lisa Batiashvili.
Seit 2018 zeichnet die SPD-Landtagsfraktion mit dem Europa-Preis Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich in herausragender Weise um die europäische Idee sowie die Werte der Europäischen Union verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Luxemburgs ehemaliger Außenminister Jean Asselborn und der Kapitän der Seenotrettungsorganisation „Mission Lifeline“, Claus-Peter Reisch.