Katastrophale Zustände in Studierendenwohnheimen: SPD fordert Sanierungsoffensive und Neubauprogramm

12. Februar 2026

Schimmel, Feuchtigkeitsschäden, kaputte Fenster: Die Zustände in vielen bayerischen Studierendenwohnheimen sind unhaltbar – bekannt ist das schon lange. Die Landtags-SPD kritisiert die jahrelange Untätigkeit der Staatsregierung und fordert sofortiges Handeln. „Was wir in Freimann sehen, ist kein Einzelfall, sondern das Ergebnis systematischer Unterfinanzierung. Der Freistaat hat jahrelang weggeschaut – Studierende zahlen jetzt den Preis“, erklärt SPD-Hochschulpolitikerin Katja Weitzel.

Die Landtags-SPD fordert die Staatsregierung in einem Dringlichkeitsantrag auf, die Studierendenwerke finanziell so auszustatten, dass Sanierungen und Neubauten nicht länger verschleppt werden. Die Studentenstadt in Freimann ist dabei kein Einzelfall. Auch an anderen Hochschulstandorten in Bayern berichten Studierende von unzumutbaren Wohnbedingungen. „Studieren darf in Bayern keine Frage des Geldbeutels sein. Und sollte auch nicht davon abhängen, ob man sich eine teure Wohnung leisten kann oder bereit ist, in gesundheitsgefährdenden Verhältnissen zu leben. Wenn sogar der Wissenschaftsminister die Zustände als ‚unhaltbar‘ bezeichnet, dann muss er auch liefern. Worte reichen nicht mehr“, betont Katja Weitzel.

Konkret fordert die SPD eine landesweite Bestandsaufnahme aller Studierendenwohnheime sowie einen Bericht an den Landtag, der Mängel und den Sanierungsbedarf offenlegt. Für Wohnheime mit gravierenden Gesundheits- und Sicherheitsmängeln soll ein spezielles Sonder-Sanierungsprogramm greifen.

Der akute Mangel an bezahlbaren Wohnplätzen verschärft die Lage zusätzlich. Die SPD fordert deshalb ein landesweites Neubauprogramm für studentisches Wohnen.

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