SPD: Bayerische Ehrenamtskarte für mehr Engagierte öffnen

26. März 2026

Fast die Hälfte der Bayerinnen und Bayern über 14 Jahre ist ehrenamtlich aktiv. Von den Vorteilen der Ehrenamtskarte als Anerkennung für ihre Leistung profitieren jedoch nur relativ wenige. Die SPD-Landtagsfraktion will das ändern.

„Ohne die Millionen ehrenamtlich Engagierten geht im Freistaat nichts. Ihr Einsatz hält die Gesellschaft zusammen und verdient unseren Respekt. Umso bedauerlicher ist es, dass so viele Ehrenamtliche nicht von der Ehrenamtskarte profitieren“, sagt Ruth Waldmann, Sprecherin für bürgerschaftliches Engagement der SPD-Landtagsfraktion.

Eigentlich sollen Engagierte mit der Karte günstiger ins Museum oder in Konzerte kommen. Das Problem: Die Voraussetzungen, um Träger der Ehrenamtskarte zu werden, sind hoch. Fünf Stunden in der Woche oder 250 Stunden im Jahr müssten Freiwillige ihr Ehrenamt ausüben, um die Vorteile der Karte nutzen zu können. „Das ist zu hoch gegriffen. Gerade für Berufstätige, Eltern mit kleinen Kindern oder Schülerinnen und Schüler ist das oft nicht machbar“, erklärt Waldmann.

Konkret liege der durchschnittliche wöchentliche Zeitaufwand für ehrenamtliches Engagement in Deutschland bei etwas über vier Stunden. „Das zeigt: Die derzeitigen Bedingungen für die Ehrenamtskarte gehen an der Realität vorbei. Was nützt ein Angebot, das so viele ausschließt?“

Dass es auch anders geht, beweist Berlin. Dort gibt es den „Berliner FreiwilligenPass“ schon bei 80 Stunden Ehrenamt im Jahr. Die SPD-Landtagsfraktion will sich daran orientieren: „Wir müssen allen ehrenamtlich Engagierten in Bayern unendlich dankbar sein für das, was sie für unsere Gesellschaft tun. Eine Ehrenamtskarte, von der endlich viel mehr Menschen etwas haben, wäre genau das richtige Zeichen“, so Waldmann.

Der Antrag der SPD-Fraktion wird am Donnerstag, 26. März, im Sozialausschuss des Bayerischen Landtags beraten.

Teilen