Sexualaufklärung an Grundschulen: SPD setzt weiterhin auf externe Experten

16. April 2026

Sexualaufklärung an Grundschulen soll auch weiterhin mit fachkundigen Experten privater Organisationen möglich sein. Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt nachdrücklich eine Massenpetition, die allerdings heute im Bildungsausschuss mehrheitlich abgelehnt wurde. SPD-Bildungsexpertin Dr. Simone Strohmayr schlägt eine sogenannte Whitelist für Schulen vor, auf der geprüfte Anbieter für Sexualaufklärung aufgeführt sind.

„Sexualaufklärung an Grundschulen ist unverzichtbar“, betont Dr. Simone Strohmayr. „Es ist gut, wenn Kinder ihren Körper früh kennenlernen, denn auf Social Media werden sie immer früher mit sexuellen Inhalten konfrontiert. Externe Partner, die seit Jahren erfolgreich Kurse an Grundschulen organisiert haben, sollten auch weiterhin zugelassen werden.“

Hintergrund der Petition ist eine Mitteilung des Kultusministeriums an die Schulleitungen, dass keine externen Anbieter an Grundschulen mehr zugelassen werden. Das Ministerium beruft sich dabei auf eine Richtlinie von 2016, die aber ganz offenkundig bislang nicht zur Anwendung gekommen ist. Denn seit 2016 hat allein ein einziger privater Anbieter rund 19.000 Workshops in Schulen organisiert. Wenn Private von der schulischen Sexualkaufklärung ausgeschlossen werden, müssten künftig allein die Lehrkräfte diese Aufgabe übernehmen.

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