Der geplante Personalabbau am Universitätsklinikum Regensburg folgt zwar angeblich einem „differenzierten Konzept“ – allerdings steht leider nicht dabei, welche Kliniken, Abteilungen oder Institute betroffen sind. Das geht aus der Antwort des Wissenschaftsministeriums auf eine Anfrage der SPD-Gesundheitsexpertin Ruth Waldmann hervor, der für so etwas spontan nur ein Wort einfällt: clownesk. „Ein Konzept zum Personalabbau enthält keine Angaben über Details des Personalabbaus? Was steht denn da sonst drin?“
Angesichts dieser völlig unzureichenden Antwort stellt sich für die Münchner Abgeordnete die Frage: Wer verkauft hier wen für dumm? Der Minister die fragestellende Abgeordnete, die Klinikleitung den Minister oder beide die ärztliche Belegschaft? „Fehlt nur noch, dass der Minister behauptet, seine Sparpolitik habe Hand und Fuß.“ Ruth Waldmann hofft nun, dass das frühere, in der Antwort des Ministeriums erwähnte Konzept für den im Nachhinein offenbar unnötigen Aufbau von Personal differenzierter war als das jetzige für den Personalabbau. „Eigentlich muss es doch ein strategisches Ziel gegeben haben, man stellt doch nicht willkürlich neue Leute ein. Nur: Allzu optimistisch bin ich da leider nicht. Herr Blume ist offenkundig im Nebel unterwegs. Und Patienten wie Mediziner müssen es ausbaden.“
Der Abbau von bis zu 64 Vollzeitstellen am Uni-Klinikum Regensburg ist erst durch eine Anfrage von Ruth Waldmann an die Öffentlichkeit gekommen und hat heftige Reaktionen hervorgerufen. Das Thema wurde in den Medien diskutiert, der Marburger Bund bezeichnete die Politik von Minister Blume als inakzeptabel und als plan- und ziellose Sparpolitik nach der Rasenmähermethode. Waldmann ärgert sich vor allem über die erkennbar unsinnige Behauptung, der Abbau der Stellen habe keinerlei Auswirkungen auf Patientenversorgung und Forschung. Rätselhaft findet sie auch die Auskunft des Ministers, Uni-Kliniken seien eigenständige Wirtschaftsunternehmen. „Aha. Nur: Wo bleiben dann eigentlich Forschung und Lehre? Machen die sich von selbst nebenher und das noch für lau?“ Die SPD-Abgeordnete will das nicht auf sich beruhen lassen und fordert von der Staatsregierung ein Zukunftskonzept für Bayerns Uni-Kliniken – aber ein belastbares.