Europaempfang: SPD-Landtagsfraktion zeichnet Julia Nawalnaja aus – Fraktionschef Grießhammer: „Europa darf nicht wegschauen“

29. Juni 2026

Für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Werte: Auf ihrem Europaempfang setzt die Landtags-SPD ein klares politisches Zeichen und zeichnet die russische Bürgerrechtlerin Julia Nawalnaja für ihren mutigen Widerstand gegen das autoritäre russische Regime und ihren Einsatz für Menschenrechte mit dem Europapreis aus. Fraktionschef Holger Grießhammer würdigt Nawalnaja als „Leitfigur eines demokratischen Aufbruchs, die für ein besseres, neues, freies und gerechtes Russland kämpft“.

Knapp viereinhalb Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unterstreicht die SPD bei der Verleihung ihres Europapreises die zentrale Bedeutung von Freiheit und Demokratie. „Sie sind keine Selbstläufer, beides braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, auch dann, wenn es unbequem wird“, sagte Fraktionsvorsitzender Holger Grießhammer. „Julia Nawalnajas Engagement ist beispielhaft für all diejenigen, die in Europa frei, demokratisch und unter Wahrung ihrer Menschenrechte leben wollen. Der Europapreis ist kein Rückblick. Er erinnert uns daran, unsere Werte aktiv zu verteidigen, heute und in Zukunft.“ Nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes Alexej Nawalny vor zwei Jahren hat sich Nawalnaja nicht zurückgezogen, sondern führt den Kampf gegen Putins autoritäres Regime unbeirrt fort.

Die Laudatorin des Abends, Dr. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, setzt sich seit Jahren auf europäischer Ebene für Demokratie, Rechtsstaat und ein starkes, solidarisches Europa ein. In ihrer Laudatio sagte sie: „Wir leben in Zeiten, in denen die Demokratie von innen und außen unter Druck steht. Jetzt ist es umso wichtiger, Persönlichkeiten zu ehren, die demokratische Werte nicht nur leben, sondern sie Tag für Tag verteidigen. Dies gilt in besonderer Weise für Menschen wie Julia Nawalnaja. Unter Einsatz ihrer Freiheit und ihres Lebens kämpft sie für die Menschen in Russland. Trotz der Ermordung ihres Mannes Alexej entscheidet sie sich jeden Tag erneut für diesen Weg. Das verdient unseren größten Respekt.“

Die Preisträgerin Julia Nawalnaja sagte: „I believe that Russia is connected to Europe not just by shared history but also by fundamental values and must move toward a future grounded in democracy, human rights, and the rule of law. I will continue to work for a free and peaceful Russia, and I am grateful to Europe for standing with these values and with those who defend them.“ (Originaltext). Übersetzt: „Ich glaube, dass Russland nicht nur aufgrund einer gemeinsamen Geschichte, sondern auch durch grundlegende Werte mit Europa verbunden ist und sich auf eine Zukunft zubewegen muss, die auf Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit basiert. Ich werde mich weiterhin für ein freies und friedliches Russland einsetzen und bin Europa dankbar, dass es zu diesen Werten steht und diejenigen unterstützt, die sie verteidigen.“

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten die aus der Ukraine stammenden Pianisten Milana Chernyavska und Oleksandr Fediurko.

Seit 2018 verleiht die SPD-Landtagsfraktion ihren Europapreis an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die europäische Idee und die Werte der Europäischen Union verdient gemacht haben.

Europapreisträgerin Julia Nawalnaja
Europapreisträgerin Julia Nawalnaja
Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)
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Europapreisverleihung 2026 (v.l.n.r.): Holger Grießhammer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, Preisträgerin Julia Nawalnaja und Dr. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)
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Europapreisverleihung 2026 mit Julia Nawalnaja und Holger Grießhammer Download: Foto in hoher Auflösung (Nutzung kostenfrei)

Fotocredit: Lennart Preiss

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