Hohe Temperaturen locken im Sommer viele Menschen an Bayerns Badeseen. Mit der Wärme breiten sich jedoch vermehrt Blaualgen aus. Diese Cyanobakterien können Giftstoffe bilden und gesundheitliche Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall oder Hautausschläge verursachen. An einigen Seen gelten bereits Badeverbote. Die Landtags-SPD fordert ein Sofortprogramm zur Eindämmung der Algen. „Der Sprung ins kühle Nass ist für viele Menschen in diesen Tagen die einzige Chance zur Abkühlung. Das muss so bleiben“, betont SPD-Umweltexpertin Anna Rasehorn.
In einem Dringlichkeitsantrag fordert die SPD ein Sofortprogramm gegen Blaualgen. Kommunen sollen finanzielle und fachliche Unterstützung erhalten, um belastete Badeseen dauerhaft zu sanieren. Gefördert werden sollen insbesondere Wasseranalysen, Maßnahmen, um die Menge an Pflanzennährstoffen zu verringern, die Entschlammung von Seen sowie weitere Schritte zur Verbesserung der Wasserqualität. „Blaualgen verschwinden nicht von selbst. Wer saubere Badeseen will, muss in ihre Wasserqualität investieren – bevor Sperrungen notwendig werden“, so Anna Rasehorn.
Für viele Familien sind Badeseen die günstigste und wohnortnahe Möglichkeit, sich an heißen Tagen abzukühlen. Sperrungen schränken nicht nur die Nutzung ein, sondern belasten auch Kommunen und den regionalen Tourismus. Nach Ansicht der SPD braucht es deshalb mehr verlässliche Informationen für Badegäste und ein systematisches Vorgehen gegen die Ursachen von Blaualgenblüten.
Zusätzlich fordert Rasehorn einen Bericht der Staatsregierung zur aktuellen Lage an Bayerns Badegewässern. Darin soll offengelegt werden, welche Maßnahmen bereits umgesetzt werden, wie wirksam sie sind und welche Fördermöglichkeiten Kommunen künftig nutzen können. „Jeder gesperrte Badesee ist einer zu viel. Mit jedem Hitzesommer steigt das Risiko neuer Blaualgenblüten. Deshalb müssen wir unsere Badegewässer jetzt widerstandsfähiger machen – bevor Badeverbote in Kraft treten", sagt Rasehorn.