Für die Landtags-SPD sind die aktuellen PISA-Ergebnisse ein erneuter Weckruf: Deutschlands Schülerinnen und Schüler werden immer schwächer in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften – besonders hart trifft es Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Für die SPD zeigt die Studie, dass das Bildungssystem dringend reformbedürftig ist. Statt jedem Kind einen fairen Start zu ermöglichen, sortiert das bayerische Schulsystem noch immer viel zu früh nach Kontostand statt Können. „Bayern muss endlich gezielt dort investieren, wo die Bildungschancen am schlechtesten sind", sagt SPD-Fraktionschef Holger Grießhammer – und fordert einen spürbaren Ausbau des Startchancen-Programms des Bundes.
Bereits bei der PISA-Erhebung 2022 hatte Deutschland das schlechteste Ergebnis seiner Geschichte erzielt. Die aktuellen Zahlen zeigen: Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Fraktionsvorsitzender Holger Grießhammer erklärt dazu: „Diese Studie ist die Quittung für ein Schulsystem, das viel zu früh aussortiert, statt zu fördern. Wer in jungen Jahren nach Herkunft und Geldbeutel trennt, darf sich über wachsende Bildungsungerechtigkeit nicht wundern. Wir brauchen längeres gemeinsames Lernen, damit kein Kind abgehängt wird."
Nicole Bäumler, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, verweist auf ein zentrales Instrument, das aus ihrer Sicht von der Staatsregierung besser finanziell ausgestattet werden muss: „Das Startchancen-Programm von Bund und Ländern ist ein zentraler Baustein, um genau die in der PISA-Studie beschriebene Entwicklung umzukehren – aber es steht erst am Anfang. Individuelle Förderung, moderne Ausstattung und multiprofessionelle Teams aus Sozialpädagogik, Schulpsychologie und Sprachförderung kommen dort an, wo sie gebraucht werden. Genau deshalb muss der Freistaat hier viel aktiver und engagierter vorangehen, statt das Programm nur mitzuverwalten."