Gesunde Pause an Bayerns Schulen retten – SPD fordert Zukunft für EU-Schulprogramm

13. September 2026

Frisches Obst und Gemüse als Pausensnack? Klingt gut – doch das beliebte EU-Schulprogramm wackelt. Die künftige Finanzierung ist unklar. Schon jetzt müssen sich Bayerns Schulkinder mit weniger Portionen zufriedengeben. Die SPD-Ernährungsexpertin Ruth Müller will nicht länger tatenlos zuschauen: „Gesunde Ernährung braucht einen festen Platz in unseren Klassenzimmern. Die Staatsregierung muss die Fortsetzung des EU-Schulprogramms im Freistaat sichern.“

„Ein kostenfreies Obst- und Gemüseangebot führt Schülerinnen und Schüler an einen gesunden Lebensstil ran und schafft zusätzliche Absatzmöglichkeiten für regionale Landwirte. Umso mehr verwundert es mich, dass die CSU-FW-Regierung so wenig unternimmt, um die Zukunft des Programms abzusichern“, kritisiert Ruth Müller, ernährungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Auf SPD-Anfrage räumt die Staatsregierung ein, dass die künftige Finanzierung derzeit auf europäischer Ebene nicht abgesichert sei und weitere Einschränkungen nicht ausgeschlossen werden könnten. Ebenso geht aus der Antwort hervor, dass die förderfähigen Portionen je Kind rückläufig seien und erstmals weniger Einrichtungen an der Förderung teilgenommen hätten.

„Gerade in Zeiten, in denen Lebensmittel spürbar teurer werden und immer mehr Kinder mit Übergewicht zu kämpfen haben, ist das EU-Programm für Obst, Gemüse und Milch an Schulen Gold wert. Höchste Zeit, dass sich die Staatsregierung mit aller Kraft für den Fortbestand einsetzt. Ein bloßes Hoffen reicht nicht aus“, so die SPD-Abgeordnete.

Konkret fordert die SPD-Landtagsfraktion in ihrem Antrag, dass die Staatsregierung das EU-Schulprogramm in Bayern so absichert, dass es seinen gesundheitspolitischen, ernährungsbildenden und agrarpolitischen Zielen gerecht werden kann.

Das derzeitige, schrittweise Zurückfahren des Programms ist laut Ruth Müller nicht nur für Schülerinnen und Schüler ein Problem: „Schon jetzt ärgern sich Landwirte und Milchbetriebe über verkürzte Förderzeiträume und Lieferpausen. Für viele steht die Wirtschaftlichkeit der Teilnahme am Programm immer mehr infrage. Die wacklige Zukunft tut ihr Übriges.“

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