Olympia in München: Hauptbahnhof und Stammstrecke müssen bis 2036 fertig sein

01. Oktober 2026

Olympia in München darf nicht auf der Baustelle stattfinden. Für die SPD-Landtagsfraktion ist daher klar: Bis 2036 müssen die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München und auch der neue Hauptbahnhof fertig sein. „München ist olympiatauglich – mit Ausnahme des Hauptbahnhofs“, erklärt der Münchner Abgeordnete Markus Rinderspacher. „Wir haben noch knapp zehn Jahre Zeit. Die müssen wir nutzen, um mit voller Kraft Bahnhofsgebäude und S-Bahn-Strecke rechtzeitig zu Ende zu bringen. Damit aus dem Unort ein Willkommensort entsteht.“

Nach aktuellem Stand ist die Fertigstellung der 2017 begonnenen zweiten S-Bahn-Stammstrecke für frühestens 2035 anvisiert, als wahrscheinlicher gilt aber 2037 oder sogar noch später. Die Arbeiten am neuen Bahnhofsgebäude, das auf der heutigen Baugrube entstehen soll, könnten sich sogar noch länger hinziehen. „So können wir unsere Olympia-Gäste nicht empfangen“, warnt Markus Rinderspacher. „Ministerium und Bahn müssen einen Olympia-Booster erarbeiten, damit das wichtigste Eingangstor nach München im Jahr 2036 auch vorzeigbar ist.“ Die zweite S-Bahn-Stammstrecke bietet die Möglichkeit, dass mehr Züge ins Umland fahren – ein weiterer positiver Aspekt ist eine Expressverbindung zum Flughafen München. Beides ist für Olympia von herausragender Bedeutung.

Der DOSB will sich nach dem positiven Votum für 2036, 2040 oder 2044 mit München um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewerben. Was bedeutet: 2036 muss München olympia-bereit sein. „Wenn wir das schaffen wollen, müssen wir an Tempo zulegen – und zwar ab sofort“, so Rinderspacher. „Es ist schon schlimm genug, dass im Münchner Bahnhofsviertel ein Bauloch für so viele Jahre klafft. Ersparen wir das wenigstens unseren Olympia-Gästen.“ Für wichtig hält Rinderspacher zudem rasche Gespräche des Freistaats mit der Stadt München über kommunale Verkehrsprojekte, die ebenfalls für Olympia wichtig sind – Trambahnen wie U-Bahnen. Sie sind für die Anbindung des neuen Olympischen Dorfes im Münchner Nordosten unerlässlich. Diese Projekte kann die Stadt nicht allein stemmen, es braucht Finanzhilfen von Bund und Land.

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