SPD-Expertenanhörung: Bayern muss Vorreiter werden beim Klimaschutz

13. Oktober 2026

Die Landtags-SPD will Bayerns Klimaschutz vorantreiben und fordert eine Rückkehr zum Klimaziel 2040. „Der Klimawandel ist längst Realität. Extreme Hitze, Dürre und Tausende Hitzetote haben uns auch in diesem Sommer die Folgen vor Augen geführt“, sagt die umweltpolitische Sprecherin Anna Rasehorn heute bei einer Expertenanhörung im Bayerischen Landtag. Die Lockerung des Klimaziels bis zum Jahr 2045 war ein fatales Signal und ist der falsche Weg. Rasehorn fordert eine ambitionierte und verlässliche Klimapolitik.

Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse ist das Klimaziel 2040 aus Sicht von Anna Rasehorn keineswegs überambitioniert, sondern genau der richtige Weg für einen echten und frühzeitigen Klimaschutz. Das bestätigen auch Expertinnen und Experten in der Anhörung, darunter Prof. Dr. Julia Pongratz, Mitglied des Expertenrats für Klimafragen der Bundesregierung. „Bayern erwärmt sich besonders stark. Unsere Wälder leiden unter Dürren, und die Wasserversorgung wird künftig nicht überall selbstverständlich sein. Wer angesichts dieser Entwicklung das eigene Klimaziel aufweicht, handelt unverantwortlich. Wir brauchen mehr Tempo beim Klimaschutz – nicht weniger Ehrgeiz“, so Rasehorn.

Die bisherige Klimaschutzpolitik der Staatsregierung greift aus ihrer Sicht zu kurz. Zwar hat der Freistaat Klimaanpassungskonzepte aufgelegt, die Umsetzung ist allerdings freiwillig, zusätzliche Mittel für Städte und Gemeinden fehlen. „Klimaanpassung darf nicht vom Kassenstand einer Kommune abhängen. Wer Städte und Gemeinden vor Hitze, Dürre und Starkregen schützen will, muss sie unterstützen und dafür auch ausreichend Geld bereitstellen. Klimaschutz und Klimaanpassung gibt es nicht zum Nulltarif“, betont die Umweltexpertin.

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