SPD will Münchens Verkehr fit für Olympia machen

20. Oktober 2026

Ob Konzert, Oktoberfest oder Champions-League-Spiel: Bei Großveranstaltungen sind Tausende Menschen in München mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Sollte die Landeshauptstadt den Zuschlag für Olympia erhalten, müssen alle Züge zuverlässig fahren. Es braucht gute Verbindungen und einen Hauptbahnhof, der optisch wie funktional seiner Rolle gerecht werden kann. Davon ist München weit entfernt: Hauptbahnhof und zweite S-Bahn-Stammstrecken sind Großbaustellen, und der Weg zum Flughafen dauert nach wie vor lang. Zu lang. Die Landtags-SPD fordert deshalb, zentrale Verkehrsprojekte zu beschleunigen. „Olympia in München kann nur eine Erfolgsgeschichte werden, wenn die Menschen zuverlässig von A nach B kommen“, betont die SPD-Verkehrsexpertin Sabine Gross.

Die Landtags-SPD fordert von der Staatsregierung Auskunft über den Stand der wichtigsten Bauvorhaben. Zudem sollen CSU und Freie Wähler aufzeigen, wie zentrale Verkehrsprojekte rechtzeitig vor möglichen Olympischen und Paralympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044 fertiggestellt werden können. Denn es brennt: Nach aktuellem Stand sollen viele Großvorhaben im Münchner Verkehrsnetz erst Ende der 2030er- oder in den 2040er-Jahren abgeschlossen sein. Im dümmsten Fall präsentiert sich Olympia-München als Großbaustelle.

„Projekte wie die Zweite S-Bahn-Stammstrecke und der neue Hauptbahnhof sind für den Münchner Verkehr ganz entscheidend. Wir müssen alles daransetzen, dass sie rechtzeitig fertig werden“, sagt Sabine Gross.

Dazu braucht es eine konzertierte Aktion, einen Olympia-Booster: Die Staatsregierung muss sich schnellstmöglich mit den wichtigsten Akteuren zusammensetzen und einen Plan ausarbeiten, wie sich die wichtigsten Projekte so beschleunigen lassen, dass sie rechtzeitig fertig sind. Erwartet werden auch aktualisierte Zeit- und Finanzierungspläne.

Zudem fordert Gross, dass sich der Landtags-Unterausschuss „Zukunft Stammstrecke und Bahninfrastruktur Bayern“ mit einer rascheren Umsetzung einzelner Projekte befasst. Hierzu soll die Staatsregierung mindestens einmal jährlich über den Fortschritt berichten.

„Wir müssen die entscheidenden Bauprojekte priorisieren und schneller voranbringen. Ein überzeugendes Verkehrskonzept, das realistische Beschleunigungen ermöglicht, stärkt auch Münchens Bewerbung um Olympia“, sagt Gross.

Um folgende Großprojekte geht es:

  • Zweite S-Bahn-Stammstrecke

  • Neuer Hauptbahnhof München

  • Verlängerung der U4 zum geplanten Olympischen und Paralympischen Dorf, ergänzend Anbindung durch eine Straßenbahn

  • S-Bahn-Ringschluss Nord als direkte Schienenverbindung zwischen Olympischem und Paralympischem Dorf und Olympiapark („Olympic Lanes“)

  • U9

  • Viergleisiger Ausbau Daglfing–Johanneskirchen

  • Anschluss des Münchner Flughafens an den Fernverkehr

  • Barrierefreie Gestaltung des Nahverkehrs, insbesondere der S-Bahnhöfe

  • Radschnellverbindungen von München nach Garching, Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Oberhaching und Markt Schwaben

Link zum SPD-Antrag

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