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04.11.2013

Politik kann glücklich machen!

Ex-Landtagsvizepräsident Franz Maget stellte seine Biographie vor - SPD-Fraktionschef Rinderspacher: Das politische Wirken Franz Magets hat Bayern sehr gut getan

Der frühere SPD-Fraktionschef und Landtagsvizepräsident Franz Maget wirbt dafür, dass sich mehr junge Menschen in der Politik engagieren. Bei der Vorstellung seines Buches „Es geht auch anders… - Politische Bilanz eines bayerischen Sozialdemokraten“ am 4. November im Bayerischen Landtags zog Maget eine positive Bilanz seines Politikerlebens. „Ich bin weder gebrochen noch enttäuscht. Ich habe gerne gearbeitet, denn Politik kann unheimlich Spaß machen – sogar in der Opposition“, sagte Maget vor 50 Gästen im Lesesaal, darunter der frühere SPD-Vorsitzende Dr. Hans-Jochen Vogel, der Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, Dr. Karl Huber und der Verleger Michael Volk.

Franz Maget mit Buch

Dass man in der Opposition vieles bewirken kann, führte SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher aus, der auf die vielen erfolgreichen Projekte verwies, die Maget angestoßen hat: Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten und Ganztagsschulen, Abschaffung der Studiengebühren oder den sanften Donauausbau. „Hatten nicht Franz Maget und seine SPD diese wichtigen Impulse für Bayern gegeben? Standpunkte, die die CSU jahrelang empört abgelehnt hatte, um dann mit großer Verspätung deren Urheberschaft für sich in Anspruch zu nehmen?“ Rinderspacher würdigte seinen Vorgänger als den besten bayerischen Parlamentsredner der letzten beiden Jahrzehnte, bezeichnete ihn als Politiker, der Grundwerte und Überzeugungen lebte. Auch unter schwierigsten politischen Rahmenbedingungen sei er sich treu geblieben und habe sich nicht verbiegen lassen. Rinderspacher: „Das politische Wirken Franz Magets hat Bayern sehr gut getan.“

Die Direktorin der Politischen Akademie Tutzing, Prof. Dr. Ursula Münch, stellte das Buch mit Beiträgen von Franz Maget, seinen politischen Wegbegleitern und Freunden vor. Dazu zählen unter anderem Renate Schmidt, Hans-Jochen Vogel und Christian Ude sowie seine Nachfolgerin als Landtagsabgeordnete in Münchner Stimmkreis Milbertshofen, Ruth Waldmann. Im Abschnitt „Außenansichten“ schreiben der frühere bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, die Kabarettisten Dieter Hildebrandt und Gerhard Polt sowie die Journalisten Katja Auer und Christian Deutschländer.

Münch unterstrich Magets politisches Gespür, lobte seine Hartnäckigkeit beim Aufdecken von Skandalen, etwa bei der Bayerischen Landesbank, und hob seine Fähigkeit zur Selbstkritik hervor. Die Direktorin der Politischen Akademie Tutzing beschrieb Maget als eine Persönlichkeit, die unabhängig von Erfolg und äußeren Einflüssen zufrieden war mit seiner Arbeit. Auch wenn es gelegentlichen Gegenwind aus der eigenen Partei gab.

Maget war 23 Jahre lange Abgeordneter im Bayerischen Landtag und von 2000 bis 2009 Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Danach hatte er das Amt des Landtagsvizepräsidenten inne und war auch Vizepräsident des TSV 1860 München. Maget ist verheiratet mit Dorothea Brückl-Maget, das Ehepaar hat zwei Kinder. Er kandidierte bei der Landtagswahl 2013 nicht mehr.

Das Buch „Es geht auch anders …“, herausgegeben von Rainer Ostermann, ist im Volk-Verlag erschienen und kostet 19,90 Euro.Hildebrandt und Gerhard Polt sowie die Journalisten Katja Auer und Christian Deutschländer.

Markus Rinderspacher

Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion

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