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01.01.2015

Die Schulden-Uhr tickt. Zinsen für die Landesbank

Tag für Tag fast 800.000 Euro kostet die Bayerische Landesbank alle Steuerzahler in Bayern. So hoch sind die Schuldzinsen, mit denen der Freistaat den 10-Milliarden-Euro-Kredit zur Rettung der BayernLB bedienen muss.

Ende 2008 konnte die Bank, die sich mit dem Kauf von Schrottpapieren auf dem US-Immobilienversicherungsmarkt heillos verspekuliert hatte, nur mit staatlicher Unterstützung vor dem Untergang bewahrt werden. Um die eigene Bank Ende 2008 nicht in die Insolvenz gehen zu lassen, musste der Freistaat 10 Mrd € frisches Kapital zuschießen.

Jahr für Jahr musste Bayern 350 Mio € an Zinsen für die Fehlleistungen der CSU-Staatsregierung entrichten. Mit dem Geld könnten viele sinnvolle Projekte für die Bürgerinnen und Bürger Bayerns finanziert werden.

Die Landesbankaffäre hat die Bürgerinnen und Bürger Bayerns schon Milliarden gekostet — mit einer Rückzahlung des Gesamtbetrags ist (wenn überhaupt jemals) in absehbarer Zeit nicht zu rechnen!

Im Jahr 2015 hatten die geleisteten Schuldzinszahlungen für das Landesbankdesaster bereits die 2-Milliarden-Schwelle überschritten. Ende 2016 belief sich die Gesamtsumme der Zinszahlungen auf 2.393.975.600 Euro.

Das ist die Schuldzins-Rechnung für 2017:

Insgesamt fallen in diesem Jahr 280.632.000 Euro an Zinszahlungen an.

Das sind:

768.854,79 Euro Schuldzinsen pro Tag
32.035,62 Euro Schuldzinsen pro Stunde
533,93 Euro Schuldzinsen pro Minute
8,90 Euro Schuldzinsen pro Sekunde
  • 2009 wurden Schuldzinsen in Höhe von 349.282.200 Euro bezahlt.
  • 2010 wurden Schuldzinsen in Höhe von 278.065.900 Euro bezahlt.
  • 2011 wurden Schuldzinsen in Höhe von 342.195.800 Euro bezahlt.
  • 2012 wurden Schuldzinsen in Höhe von 344.814.300 Euro bezahlt.
  • 2013 wurden Schuldzinsen in Höhe von 340.044.500 Euro bezahlt.
  • 2014 wurden Schuldzinsen in Höhe von 343.570.500 Euro bezahlt.
  • 2015 wurden Schuldzinsen in Höhe von 346.370.400 Euro bezahlt.
  • 2016 wurden Schuldzinsen in Höhe von 348.832.000 Euro bezahlt.

Als Totalschaden auf dem Verlustkonto kommen 3.740.000.000 Euro hinzu, die die Bayerische Landesbank mit dem An- und Verkauf der Kärntner Skandalbank HypoGroup Alpe Adria 2009 und 2010 verbrannt hatte.

Die Schuldenuhr tickt ohne Pause. Zinsen für das CSU-Desaster bei der BayernLB:

2.849.986.323 €

  • Pro Tag: 768.854,79 €
  • Pro Stunde: 32.035,62 €

089 4126 2347