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19.10.2016

SPD für berechenbare Karriereperspektiven an bayerischen Hochschulen

Hochschulpolitische Sprecherin Zacharias will Erfolgsmodell „Tenure Track“ fördern - Bayerischer Staat muss von Anfang an Unterstützung des Bundesprogramms einplanen

Die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Isabell Zacharias, plädiert für den Ausbau des Karrierewegs „Tenure Track“, der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine planbare Laufbahn ermöglichen soll. "Hier ist die Staatsregierung gefordert, die Hochschulen bei der Umsetzung und Finanzierung der entsprechenden Stellen zu unterstützen", erklärt Zacharias. In der heutigen (19. Oktober) Fachanhörung des Wissenschaftsausschusses waren sich alle Expertinnen und Experten der Hochschulen einig, dass sie diesen verlässlichen Qualifizierungsweg dringend brauchen, um vielversprechende junge Wissenschaftler an den Hochschulen zu halten.

Zacharias betont: „Mit diesen "Tenure Track"-Stellen, die bei Bewährung mit einer unbefristeten Anschlussstelle verbunden sind, haben junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die Chance auf einen Karriereweg, der planbar und transparent gestaltet ist. Bisher liegen die Befristungsquoten im Wissenschaftsbereich bei 90 Prozent und die Berufung auf eine Profes­sur erfolgt oft viel zu spät. Hier werden unnötig Zeit und wertvolle Ressourcen verschwendet."

Mit dem Bundesprogramm „Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ werden in Bayern in den nächsten Jahren 148 "Tenure Track"-Stellen eingerichtet. Der Bund finanziert sie für fünf Jahre, danach muss das Land Bayern die Weiterfinanzierung garantieren. Die Hochschul-Vertreter machten in dem Fachgespräch deutlich, dass sie diese wichtigen Stellen nicht ohne staatliche Unterstützung einrichten können.

Zacharias mahnt: „Damit die bayerischen Universitäten und auch die Hochschulen für angewandte Wissenschaften von dem ´Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs´ langfristig und nachhaltig profitieren, muss die Bayerische Staatsregierung gleich von Beginn an die Finanzierung des Programms garantieren. Die Einrichtung einer "Tenure Track"-Stelle kann von den Hochschulen nicht aus Eigenmitteln finanziert werden. Dies geht immer auf Kosten anderer Stellen. Wenn es der Staat mit der Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses ernst meint, muss er hier auch Schwerpunkte setzen.“

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