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21.10.2016

Bayern auf Ausweitung entwicklungspolitischer Inlandsarbeit angewiesen

SPD-Entwicklungspolitikerin Petersen fordert gezielte Maßnahmen zur Sensibilisierung für internationale Zusammenarbeit

Fairer Handel muss nach Ansicht der SPD-Abgeordneten Kathi Petersen durch eigene Impulse der bayerischen Staatsregierung besser gefördert werden. Hierzu zählt vor allem das Ausschöpfen aller verfügbaren Bildungs- und Informationspotenziale.

Die entwicklungspolitische Sprecherin verweist dabei auf die Aufgabenpflicht des Freistaats: „Bayern muss die entwicklungspolitische Inlandsarbeit ernster nehmen. Wir könnten mit landespolitischen Programmen viel in Bewegung setzen, um Nachhaltigkeit zu fördern und der Ausbeutung von Mensch und Natur entgegenzuwirken.“ Petersen schlägt vor, entsprechende Vereine und gemeinnützige Organisationen besser zu fördern. Auch solle zentral an Schulen dem Thema internationale Zusammenarbeit mehr Raum eingeräumt werden und die Vermittlung frühzeitig beginnen. Darauf aufbauend muss mit kontinuierlichen Programmen zur Erwachsenenbildung Kenntnis über die sich ständig verändernden Globalisierungsprozesse sichergestellt werden.

„Wir alle profitieren von fairem Handel, weshalb dieser ausgebaut werden muss. Eine Grundlage dafür sind jedoch informierte Verbraucher. Nur wer weiß, warum es wichtig ist, faire Preise zu bezahlen, wird dies auch tun. Heutzutage ist auch besonders wichtig, dies als Teil der politischen Bildung zu verstehen, wodurch Rassismus und Nationalismus, beispielsweise durch Darstellung der ökonomischen Zusammenhänge zwischen Wirtschaftswachstum der Industriestaaten und der Not in den Entwicklungsländern, ausgehebelt werden können“, erklärt die Schweinfurter Landtagsabgeordnete.

Die Staatsregierung solle deshalb auch den an diesem Montag (24. Oktober) stattfindenden Welttag der Information über Entwicklungsfragen zum Anlass nehmen, mehr zur Sensibilisierung für internationale Zusammenarbeit zu tun.

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