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23.01.2017

SPD bringt Gesetzentwurf für G9 ein (MIT RADIO-O-TON)

Neun Jahre Gymnasialzeit mit der Möglichkeit zu verkürzen - Staatsregierung muss schnell Klarheit schaffen

Die SPD-Landtagsfraktion will die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums beschleunigen und legt in der morgigen Plenarsitzung einen neuen Gesetzentwurf (PDF, 380 kB) vor. "Das G9 wird kommen. Doch während sich in der CSU der Ministerpräsident noch mit dem Kultusminister streitet, machen wir Nägel mit Köpfen", erklärt der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, Martin Güll.

Der SPD-Gesetzentwurf sieht neun Schuljahre als Regelform vor, mit der Möglichkeit der Verkürzung. Das Gymnasium umfasst Unter-, Mittel- und Oberstufe mit jeweils 90 Pflichtwochenstunden in drei Jahren. "Wir wollen das Gymnasium so organisieren, dass in der Regel kein Nachmittagsunterricht nötig ist", erklärt Güll. Großen Wert legt der SPD-Bildungspolitiker auch auf die Möglichkeit der Vertiefung des Stoffes in der Oberstufe in Leistungskursen. "Damit steigern wir die Qualität des Gymnasiums", erklärt Güll. Er fordert die Staatsregierung auf, nach Jahren der Unsicherheit Klarheit zu schaffen. "Das Gymnasium braucht endlich Ruhe und sachgerechte Entscheidungen", erklärt der oberbayerische Abgeordnete. Auf keinen Fall dürfe es in der Hand der Schulen und Kommunen alleine liegen, ob vor Ort das G9 oder doch das G8 angeboten wird. "Das führt ins Chaos, wir brauchen jetzt aber verlässliche Strukturen.“

Längst überfällig seien auch moderne Lehrmethoden wie kooperative Lernformen und mehr Projektarbeit, gerade auch, um so wichtigen Themen wie der politischen Bildung mehr Raum zu geben. „Wir dürfen diese einmalige Chance nicht versäumen, das bayerische Gymnasium jetzt wirklich zukunftsfest zu machen und ein modernens G9 zu gestalten“, fordert Güll.

Gesetzentwurf neunjähriges Gymnasium (PDF, 380 kB)

O-Ton: Güll zu G9-Gesetzentwurf

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