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24.01.2017

SPD-Fraktion will realistisches Konzept für Hochschulstandort Nürnberg

Abgeordnete Schmitt-Bussinger macht Söder schwere Vorwürfe - „Eklatante Fehlleistung“

Angesichts des kompletten Scheiterns der Staatsregierung beim Vorhaben, das ehemalige AEG-Gelände in Nürnberg zu einem Wissenschaftsstandort zu machen, fordert die SPD-Landtagsfraktion nun endlich ein funktionierendes Zukunftskonzept. Die Nürnberger SPD-Abgeordnete Helga Schmitt-Bussinger macht vor allem Heimatminister Söder schwere Vorwürfe: „Sie haben den Kauf der AEG-Flächen verkündet, bevor überhaupt eine Einigung mit dem Eigentümer da war. Und Sie haben selbstherrlich 100 Millionen Euro als Kaufsumme genannt. Beides hat sich als fatal erwiesen und das vielversprechende Hochschulprojekt letztlich scheitern lassen. Das war eine eklatante Fehlleistung.“

In einem Dringlichkeitsantrag forderte die SPD-Fraktion die Staatsregierung auf, den Hochschulstandort Nürnberg endlich nachhaltig zu stärken. "Die großartig angekündigte Erschließung der Wissenschaftsmeile vom Nürnberger Westen bis hin zur Vision eines 'Garching Nordbayerns' haben sich in Luft aufgelöst. Damit ist großer struktureller Schaden für den Hochschulstandort Nürnberg entstanden. Drei Jahre ist außer Ankündigungen nichts geschehen. Das sind drei verlorene Jahre", kritisiert Schmitt-Bussinger.

Die Stadt brauche nun schleunigst ein Hochschulentwicklungskonzept. „Dazu gehört die Festlegung von Standorten, ein realistisches Flächen- und Raumkonzept sowie die Einbindung der betroffenen Städte Nürnberg und Erlangen. Ich hoffe, Sie haben aus dem AEG-Desaster gelernt. Wir haben genug von großspurigen Ankündigungen. Legen Sie endlich einen Realisierungszeitplan vor und planen Sie Haushaltsmittel dafür ein. Und ich kann Ihnen nur raten, die Alleingänge einzustellen und die Beteiligten an einem Runden Tisch zusammenzubringen", fordert Schmitt-Bussinger.

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