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16.02.2017

Schlachthöfe: SPD fordert mehr Personal

Tierschutzsprecher Herbert Woerlein: Grausame Zustände seit langem bekannt - Ministerin Scharf sieht tatenlos zu

Der SPD-Tierschutzsprecher Herbert Woerlein fordert mehr Veterinäre zur Kontrolle von Schlachthöfen in Bayern. "Es muss ab sofort sichergestellt sein, dass kein Tier beim Schlachtvorgang leiden muss", erklärt Woerlein. Aktuelle Kontrollen haben laut Medienberichten wieder ergeben, dass immer noch Tiere getötet werden, die nicht ausreichend betäubt sind. Entsprechende Nachrichten hatten bereits in der Vergangenheit Schlagzeilen gemacht. Die SPD fordert, dass mindestens zwei Tierärzte im Schlachthof anwesend sein müssen, um die Problembereiche Anlieferung, Betäubung und Schlachtung zu überwachen. Derzeit kontrolliert höchstens eine Fachkraft die gesamten Abläufe.

Woerlein sieht hier auch ein Versagen von Umweltministerin Ulrike Scharf: "Die skandalösen Zustände für Mensch und Tier an den bayerischen Schlachthöfen sind seit langem bekannt. Doch die Ministerin sieht hier offenbar tatenlos zu."

Der Tierschutzpolitiker sieht eine Ursache für den eklatanten Personalmangel in dem von der CSU forcierten Personalabbau im öffentlichen Dienst. "Stoibers Sparwahn holt uns jetzt ein. Es stehen nicht mehr genügend Fachleute zur Verfügung, um einen ordnungsgemäßen Ablauf zu sichern. Hinzu kommt: In den nächsten zehn Jahren gehen viele Veterinäre in Ruhestand", erklärt der Abgeordnete. Dringend erforderlich wäre seiner Meinung nach eine weitere Änderung: Statt das Schlachtpersonal pro Schlachttier zu bezahlen, sollte es einen fairen Stundenlohn geben.

Herbert Woerlein

Jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

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