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16.03.2017

Schutz vor Gewalt: CSU vertröstet Frauen auf den St.-Nimmerleins-Tag

Mehrheitsfraktion lehnt bessere Ausstattung von Frauennotrufen und Frauenhäusern ab - Fraktions-Vize Dr. Strohmayr: Beschämend, dass ein reiches Land wie Bayern nicht helfen will

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und frauenpolitische Sprecherin Dr. Simone Strohmayr hält es für ein fatales Signal, dass sich die CSU einer verbesserten finanziellen und personellen Ausstattung von Frauenhäusern und Frauennotrufen verschließt. Die Mehrheitsfraktion hatte heute im Sozialausschuss einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag der SPD abgelehnt. "Wenige Tage nach den Sonntagsreden am Weltfrauentag kehrt für die CSU wieder der graue Alltag ein. Sie will nicht wirklich etwas für von Gewalt bedrohte Frauen tun", erklärt Strohmayr.

Die SPD-Landtagsfraktion kämpft für mehr Personal in Frauenhäusern und Fachberatungsstellen sowie in Notrufen. Weiter müssen die entsprechenden Richtlinien überarbeitet werden und mehr Frauenhausplätze geschaffen werden.

Derzeit sind die bayerischen Frauenhäuser so drastisch unterfinanziert, dass jede zweite Hilfe suchende Frau abgewiesen werden muss. Weiter sind viele Häuser auf Spenden und ehrenamtliches Engagement angewiesen. "Ich finde es beschämend für ein reiches Land wie Bayern, dass die CSU-Staatsregierung Frauen und Kindern in einer existenziell bedrohlichen Situation nicht helfen will. Sie könnte es, vertröstet aber die Frauen auf den St.-Nimmerleins-Tag", erklärt Strohmayr.

Dr. Simone Strohmayr

Stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion

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