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21.04.2017

SPD-Tierschutzpolitiker will Handel mit illegalen Tierfallen verbieten

Herbert Woerlein: Viele vom Aussterben bedrohte Tierarten werden durch unklare Gesetzeslage gefährdet

Der tierschutzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Herbert Woerlein fordert ein Verbot des Handels und des Besitzes von illegalen Tierfallen. Immer wieder verenden Tiere dort qualvoll oder sie tragen schwere Verletzungen davon. Häufig handelt es sich um Katzen und Hunde. Aber nicht nur Haustiere sind Opfer, sondern auch viele besonders oder streng geschützte wildlebende Tierarten, wie beispielsweise Greifvögel, Eulen, Biber, Fischotter oder der Luchs.

„Der Fang bzw. die Tötung von Tieren durch illegale Tierfallen ist eine Straftat und wird in Bayern der Umweltkriminalität zugeordnet. Der Handel mit und der Besitz von illegalen Fallen ist aber gesetzlich erlaubt“, erläutert der Tierschutzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Herbert Woerlein.

Für den SPD-Abgeordneten aus Schwaben ist dieser offensichtliche Widerspruch ein Unding. Weder im Bereich des Jagdrechts noch im Tier- und Artenschutzrecht bestehen Regelungen, die den Besitz und den Handel mit Tierfallen, auch nicht von illegalen Tierfallen, betreffen. Er fordert deshalb von der bayerischen Staatsregierung, dass sich diese auf Landes-, Bundes- und Europaebene dafür einsetzt, den Handel mit und den Besitz von illegalen Fallen zu verbieten.

Vor allem im Bereich der besonders geschützten Tierarten wie dem Fischotter oder gar dem Luchs ist es nach Auskunft des Bayerischen Umweltministeriums das Ziel der Staatsregierung, generell einem illegalen Fang oder einer illegalen Tötung entgegenzutreten. Denn aus Sicht des Artenschutzes bedeutet die illegale Tötung geschützter, teilweise vom Aussterben bedrohter Arten, eine empfindliche Schwächung der Überlebensfähigkeit der Populationen sowie vielfach ein Konterkarieren der mit hohem Mittel- und Personaleinsatz verbundenen staatlichen Schutzbemühungen.

Herbert Woerlein

Jugendpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

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