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25.04.2017

Tschernobyl-Jahrestag: Risikokraftwerk Gundremmingen sofort vom Netz nehmen

SPD-Energieexpertin Natascha Kohnen und Umweltpolitiker Herbert Woerlein warnen vor möglicher Katastrophe

Anlässlich des heutigen Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl mahnt die SPD-Landtagsfraktion die sofortige Stilllegung des schwäbischen Atomkraftwerks Gundremmingen an. Die Energiepolitikerin Natascha Kohnen warnt die Staatsregierung vor naiver Technikgläubigkeit: „Auch in Tschernobyl vor 31 Jahren waren alle der Ansicht, dass man die Sache schon im Griff habe. Doch die Realität erwies sich als fatal. Der Atommeiler Gundremmingen ist das gefährlichste Kraftwerk Deutschlands. Renommierte Gutachter warnen davor, dass das Not- und Nachkühlsystem des AKWs nicht sicher ist.“

Der örtliche Abgeordnete und Umweltexperte Herbert Woerlein wirft der CSU-Staatsregierung vor, den Schutz der Bevölkerung zu vernachlässigen: „Wir gehen sehenden Auges einer möglichen Katastrophe entgegen. Ein Störfall könnte nicht sicher beherrscht werden. Daher ist es völlig unverantwortlich, Gundremmingen weiter am Netz zu lassen. Die Menschen in Schwaben dürfen nicht Renditeinteressen der Atomlobby geopfert werden.“ Bislang hat die Staatsregierung vor, das Kraftwerk noch bis Ende 2021 weiterlaufen zu lassen.

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