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18.05.2017

Ergebnis Sozialbericht: Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer

SPD-Sozialpolitikerin Doris Rauscher wirft Staatsregierung in Plenumsdebatte Ignoranz und Verharmlosung vor

Der Sozialbericht der Staatsregierung verharmlost nach Ansicht der SPD-Sozialexpertin Doris Rauscher die schwierige Situation von 1,4 Millionen Menschen, die derzeit im Freistaat von Armut gefährdet sind. „Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Das ist das dramatische Ergebnis des Berichts“, warnte die SPD-Abgeordnete am Donnerstag im Plenum des Landtags. „Das ist kein Grund zu so überwältigender Freude, wie sie von Ministerin Müller heute gezeigt wurde.“

Es sei ein „Armutszeugnis für die Staatsregierung“, mit Selbstlob die Situation von 400.000 Kindern zu ignorieren, die in finanzieller Not leben müssen. „Eigentlich müssten hier die Alarmglocken läuten und nicht die Festtagsglocke der Ministerin“, mahnte Rauscher. Doch die Sozialministerin geriere sich lieber als Wirtschaftsministerin, denn als Anwältin der sozial Schwachen und Abgehängten. Das hätten die Menschen nicht verdient. Der erste Schritt zu Verbesserungen sei es, die Probleme zu benennen, statt sie, wie Ministerin Müller, zu verschweigen.

Zahl-der-Woche-zum-Sozialbericht

Doris Rauscher

Stv. Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration des Bayerischen Landtags

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