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31.05.2017

Scientology-Netzwerk im Haus der Kunst noch größer als bislang eingeräumt

SPD-Abgeordnete Isabell Zacharias: Minister Spaenle muss endlich für reinen Tisch sorgen

Das Scientology-Netzwerk im Haus der Kunst ist nach Erkenntnissen der SPD-Abgeordneten Isabell Zacharias noch größer als bislang vom Kultusministerium eingeräumt. „Es sind nicht nur die drei bereits bekannten Personen. Dazu kommen noch weitere Mitarbeiter, die ebenfalls in Beziehung zu der totalitären Organisation stehen“, sagte Zacharias am Mittwoch. Sie könne nicht weiter in die Details gehen, ohne ihre Quellen zu gefährden, betonte die Parlamentarierin. „Ich fordere das Ministerium auf, hier endlich für reinen Tisch zu sorgen. Wir müssen sicher gehen, dass das Haus der Kunst frei ist vom Einfluss der Scientology.“

Es gebe immer noch nicht von allen Mitarbeitern des Hauses schriftliche Erklärungen, zu ihrem jeweiligen Verhältnis zu Scientology, kritisierte Zacharias: „Minister Spaenle bekommt die Krise einfach nicht in den Griff. Erst hat er über viele Monate hinweg versucht, den Skandal zu vertuschen. Und auch nachdem ich die Angelegenheit an die Öffentlichkeit gebracht habe, zeigt Herr Spaenle wenig Eifer bei der Klärung der Situation. Das ist fahrlässig und gefährdet das ohnehin finanziell und künstlerisch angeschlagene Haus der Kunst.“

Ein Mitglied von Scientology war über viele Jahre im vom Freistaat mitfinanzierten Haus der Kunst an verantwortlicher Stelle tätig. Zacharias hatte den Fall aufgegriffen und die Medien informiert. Minister Spaenle wusste als Aufsichtsratsvorsitzender bereits seit eineinhalb Jahren von den Umtrieben, unternahm aber nichts.

Isabell Zacharias

Hochschul- und kulturpolitische, queerpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion

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