Weltumwelttag: SPD mahnt besseren Wasserschutz in Bayern an

Weltumwelttag: SPD mahnt besseren Wasserschutz in Bayern an

04. Juni 2017

Umweltpolitiker Harry Scheuenstuhl: Gewässerqualität verschlechtert sich seit Jahren

Anlässlich des heutigen Weltumwelttages (5. Juni 2017) rückt der SPD-Umweltpolitiker Harry Scheuenstuhl einen besseren Schutz der Gewässer in Bayern in den Mittelpunkt. „Der ökologische Zustand unsere Flüsse, Bäche und Seen hat sich in den letzten acht Jahren weiter deutlich verschlechtert. Die Folgen sind verheerend: 85 Prozent der gut 80 bayerischen Fischarten stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Aal, Äsche, Bachforelle und Neunauge werden bald allesamt aus unseren Gewässern verschwunden sein.“ Nur 15 Prozent der bayerischen Gewässer sind derzeit nach Abgaben der Staatsregierung in "gutem ökologischen Zustand", 2009 waren es noch 22 Prozent aller bayerischen Oberflächengewässer.

Auch um das Grundwasser steht es nicht sonderlich gut. Bereits jetzt erfüllen rund 32 Prozent des bayerischen Grundwassers nicht die Anforderungen eines "guten Zustands" im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Laut einer Prognose des Landesamtes für Umweltschutz wird sich die Situation bis 2021 noch einmal deutlich verschlechtern. Dann werden fast 40 Prozent des bayerischen Grundwassers belastet sein. Hauptverschmutzer ist dabei das in der Landwirtschaft eingesetzte Düngemittel Nitrat.

Hintergrund: Bis 2015 sollte ein guter Gewässerzustand an allen Gewässern Bayerns, Deutschlands sowie den restlichen Staaten der EU erreicht sein. So will es die im Jahr 2000 beschlossene Europäische Wasserrahmenrichtlinie.

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