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14.06.2017

SPD fordert obligatorische Herkunftskennzeichnung bei Milch und Milchprodukten

Ort der Erzeugung muss zur Information der Verbraucher klar dargestellt werden – Herkunftskennzeichnung schafft Vertrauen und eröffnet bayerischen Erzeugerinnen und Erzeugern neue Absatzmärkte

Bayerische Milch und Milchprodukte genießen einen hervorragenden Ruf. Zum Schutz der bayerischen Qualitätserzeugnisse setzt sich die Landtags-SPD für eine obligatorische Herkunftskennzeichnung bei Milch und Milchprodukten ein, die neben dem Abfüll- bzw. Verarbeitungsort auch klar den Ort der Erzeugung darstellt. “Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht darauf, zu erfahren, wo die Produkte tatsächlich produziert wurden und nicht nur, wo sie verarbeitet worden sind”, begründet Agrarexperte Horst Arnold den Vorstoß.

Zudem eröffne eine Herkunftskennzeichnung den bayerischen Erzeugerinnen und Erzeugern neue Absatzmärkte, ist sich Arnold sicher: “Milch aus Bayern ist ein Gütesiegel, das internationale Wertschätzung genießt und sich bestens vermarkten lässt.” Auch der Verband der Milcherzeuger Bayern e.V. (VMB) spricht sich für eine gesetzliche Neuregelung nach Beispiel der erprobten Vorgaben in Frankreich und Italien aus.

Jeder siebte Arbeitsplatz in Bayern ist von der Land- und Forstwirtschaft abhängig. Bayerns Bäuerinnen und Bauern produzieren an 365 Tagen im Jahr knapp 8 Mio. Tonnen Milch, das sind 25 Prozent der gesamtdeutschen Produktion. Außerdem beschäftigt die bayerische Molkereiwirtschaft rund 15.000 Menschen.

Horst Arnold

Stellvertretender Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion und agrarpolitischer Sprecher

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